+
Nach der Vereidigung gab's ein Küsschen von Michelle: US-Präsident Barack Obama nach seiner Vereidgung für die zweite Amtszeit.

Zweite Amtszeit beginnt

US-Präsident Obama öffentlich vereidigt

Washington - US-Präsident Barack Obama hat am Montag in Washington den öffentlichen Amtseid für seine zweite Legislaturperiode abgelegt.

Der 51-Jährige schwor zu Beginn seiner zweiten Amtszeit, dass er die Verfassung der Vereinigten Staaten wahren werde. Hunderttausende Menschen, die bei winterlichen Temperaturen stundenlang vor dem Kapitol ausgeharrt hatten, jubelten ihm zu. Obama war vor vier Jahren als erster Schwarzer in der US-Geschichte ins Weiße Haus eingezogen. Er ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Auch Vizepräsident Joe Biden wurde vereidigt.

Megaparty zu Obamas Vereidigung

Megaparty zu Obamas Vereidigung

Beim Amtseid legte Obama die Hand auf zwei Bibeln. Eine stammt von seinem großen Vorbild, US-Präsident Abraham Lincoln (1809-1865), der die Sklaverei abgeschaffte hatte. Die andere Bibel gehörte dem 1968 ermordeten Bürgerrechtler Martin Luther King, dessen Gedenken an diesem Montag gefeiert wird.

Offiziell hatte Obama den Amtseid bereits am Vortag in einer kurzen Zeremonie im kleinsten Kreis im Weißen Haus abgelegt. Weil der 20. Januar - traditioneller Tag des Amtsbeginns - diesmal auf einen Sonntag fiel, wurde die Zeremonie am Montag wiederholt.

dpa/dapd

Oval Office: Hier arbeitet der US-Präsident

Oval Office: Hier arbeitet der US-Präsident

Obama verhaspelt sich wieder bei Eidesformel

Barack Obama gilt als begnadeter Redner, nur beim Amtseid klappt's nicht so gut. Wie bereits vor vier Jahren verhaspelte sich Obama auch am Montag bei der Eidesformel - obwohl diese nur 35 Worte zählt. Ausgerechnet beim Wort „Vereinigte Staaten“ kam der Präsident bei der feierlichen Zeremonie vor dem Kapitol in Washington ins Straucheln. Der 51-Jährige verschluckte das Ende des Wortes, es war kaum zu hören.

2009 musste Obama wegen eines ähnlichen sprachlichen Patzers den Amtseid nochmals im Weißen Haus wiederholen. Das bleibt ihm diesmal erspart - denn er hatte ja den Schwur schon am Sonntag hochoffiziell im kleinen Kreis im Weißen Haus abgelegt.

Obama ruft gespaltene Nation zur Geschlossenheit auf

US-Präsident Barack Obama hat seine zweite Amtszeit mit einer flammenden Antrittsrede eingeläutet und sein Volk zur Geschlossenheit aufgerufen. „Wir müssen harte Entscheidungen treffen“, sagte er auf den Stufen des Kapitols in Washington, nachdem er am Montag für eine weitere Legislaturperiode vereidigt worden war. Die Kosten des Gesundheitssystems und das Haushaltsdefizit müssten gesenkt, der Klimawandel bekämpft, Einwanderer besser integriert und die soziale Gerechtigkeit gefördert werden. „Wir müssen diese Dinge gemeinsam erledigen“, appellierte Obama in seiner gut viertelstündigen Rede. „Als eine Nation und ein Volk.“

„Eine Dekade von Kriegen endet jetzt, die Erholung unserer Wirtschaft hat begonnen“, fuhr er fort. Die USA dürften zudem nicht ruhen, bevor Männer und Frauen gleiches Geld für gleiche Arbeit bekämen, Schwule und Lesben „genauso behandelt werden wie jeder andere vor dem Gesetz“. Bei allen Herausforderungen gelte stets das Prinzip der Zusammenarbeit, betonte Obama, der in seiner zweiten Amtszeit vor allem die gewaltigen politischen Gräben zwischen Republikanern und Demokraten überwinden muss - und seinen Appell in drei Worte fasste: „Wir müssen handeln!“

dapd/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trauerfall bei Maybrit Illner: Matthias Fornoff ersetzt Talkmasterin in ZDF-Sendung
Im ZDF-Talk „Maybrit Illner“ fehlt ausgerechnet die Gastgeberin. Der Grund ist ein trauriger.
Trauerfall bei Maybrit Illner: Matthias Fornoff ersetzt Talkmasterin in ZDF-Sendung
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Der Linken-Abgeordnete Hunko war schon beim Referendum in der Türkei Wahlbeobachter. Anschließend geriet er in die Kritik der Regierung. Nun wollte er für die OSZE …
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
Theo Waigel ist Ehrenvorsitzender der CSU. In seinem Gastbeitrag für den Münchner Merkur warnt er vor einer Trennung der Schwesternparteien CDU und CSU.
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.