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Angesichts des IS-Vormarsches im Norden des Irak hatte Obama am Donnerstag "gezielte Luftangriffe" angeordnet.

Waffen und Ausrüstung zerstört

Obama: Schwerer Schlag gegen IS-Milizen

Washington - Das US-Militär hat bei seinen bisherigen Luftangriffen laut US-Präsident Barack Obama Ausrüstung und Waffen der IS-Terrormiliz im Irak erfolgreich zerstört.

Die USA und die irakische Regierung hätten ihre militärische Hilfe für die kurdischen Streitkräfte erhöht, die im Norden des Landes gegen die Dschihadisten kämpfen. Auf einen Zeitrahmen für etwaige weitere US-Luftangriffe legte sich Obama am Samstag in Washington nicht fest.

Der französische Präsident François Hollande und der britische Regierungschef David Cameron hätten in Telefonaten Unterstützung beim humanitären Einsatz zum Schutz der von den Extremisten vertriebenen Minderheiten zugesagt, sagte Obama. Laut dem Außenministerium in Washington haben US-Flugzeuge bis Samstagnachmittag mehr als 36 000 Packungen Fertigessen und Behälter mit mehr als 31 000 Liter Wasser für die Flüchtlinge im Sindschar-Gebirge abgeworfen.

Obama: Keine schnelle Beilegung des Irak-Konfliktes

Trotz des Eingreifens der US-Luftwaffe rechnet US-Präsident Barack Obama nicht mit einer schnellen Beilegung des Konfliktes im Irak. "Ich glaube nicht, dass wir das Problem innerhalb weniger Wochen lösen können", sagte Obama am Samstag bei einer Pressekonferenz vor dem Weißen Haus in Washington. Der Oberste Befehlshaber der US-Armee bezeichnete den Kampf gegen die radikalsunnitischen Milizen als "Langzeitprojekt" und bekräftigte erneut, dass er den Einsatz von US-Bodentruppen im Irak ausschließe.

"Ich werde keinen bestimmten Zeitplan nennen", sagte Obama auf die Frage einer Journalistin nach der Dauer des US-Militäreinsatzes. Wann immer US-Personal oder US-Einrichtungen bedroht seien, sei es seine Pflicht diese zu schützen, sagte Obama. Damit bezog er sich auf US-Militär- und Botschaftsangehörige, die in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Kurdenregion, stationiert sind. Der Vormarsch der Dschihadisten sei "schneller als gedacht" gewesen.

Dem US-Präsidenten zufolge ist derzeit unklar, wie tausende in das Sindschar-Gebirge geflüchtete Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden dauerhaft in Sicherheit gebracht werden könnten. Die USA prüften mit ihren Verbündeten, wie "sichere Korridore" geschaffen werden könnten. Wie Obama weiter sagte, haben ihm der britische Regierungschef David Cameron und Frankreichs Präsident François Hollande telefonisch Unterstützung bei der humanitären Hilfe für Flüchtlinge im Irak zugesagt.

Obama drängt auf Einheitsregierung

Obama appellierte erneut an die politischen Vertreter von Schiiten, Sunniten und Kurden in Bagdad, eine Einheitsregierung zu bilden. Nur ein vereinter Irak sei in der Lage, die Kämpfer der radikalsunnitischen Organisation Islamischer Staat (IS) zu besiegen. „Wir können das nicht für sie erledigen, unser Militär kann es nicht für sie erledigen“, sagte Obama.

Angesichts des IS-Vormarsches im Norden des Irak hatte Obama am Donnerstag "gezielte Luftangriffe" angeordnet, um US-Einrichtungen in Erbil zu schützen und einen "möglichen Völkermord" an den Jesiden zu verhindern. Mit der Entscheidung griff die US-Armee zweieinhalb Jahre nach ihrem Abzug wieder in das Geschehen im Irak ein.

AFP/dpa

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