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Ein großer Tag für die Gleichberechtigung: Das höchste US-Gericht hat die Homo-Ehe für zulässig erklärt.

In allen Bundesstaaten

Oberstes US-Gericht: Homo-Ehe ist zulässig

Washington - Das ist eine klare Ansage: Das oberste US-Gericht hat in einem Grundsatzurteil die Homo-Ehe in allen Bundesstaaten legalisiert.

Das höchste US-Gericht hat die Homo-Ehe in allen 50 Bundesstaaten für zulässig erklärt. Die amerikanische Verfassung garantiere landesweit ein Recht auf gleichgeschlechtliche Eheschließungen, urteilten die Richter laut der am Freitag veröffentlichten Entscheidung. Die bislang bestehenden Verbote in 14 Bundesstaaten müssen damit aufgehoben werden. Derzeit erlauben 36 Staaten sowie der Bundesdistrikt Washington D.C. die Homo-Ehe.

Präsident Barack Obama bezeichnete das Urteil als großen Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben. Die mit fünf zu vier Richterstimmen knapp ausgefallene Entscheidung des Supreme Court ist der bislang größte rechtliche Erfolg für Befürworter der Homo-Ehe in den USA. Fünf der neun Richter gelten als eher konservativ, vier als eher fortschrittlich orientiert. Der konservative Richter Anthony Kennedy schloss sich dabei den vier linksliberalen Richtern an. In ihrer Mehrheitsmeinung schrieben sie, das der im 14. Zusatzartikel der US-Verfassung festgeschriebene Gleichbehandlungsgrundsatz alle Bundesstaaten zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen verpflichtet.

Vor dem Gerichtsgebäude in Washington versammelten sich Medienberichten zufolge Tausende Befürworter der Homo-Ehe. Kurz nach der Entscheidung fielen sie sich jubelnd in die Arme und feierten die bahnbrechende Entscheidung.

dpa/AFP

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