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Entzweit: US-Präsident Donald Trump (l.) und US-Justizminister Jeff Sessions.

Obwohl Trump mit ihm bricht: US-Justizminister Sessions will im Amt bleiben

"Ich habe die Absicht, dies so lange zu tun, wie es angemessen ist", sagte US-Justizminister Jeff Sessions auf die Frage, ob er im Amt bleibt. Bei Präsident Trump ist er in Ungnade gefallen.

Trotz der massiven Kritik von US-Präsident Donald Trump an seiner Person will US-Justizminister Jeff Sessions im Amt bleiben. "Ich habe die Absicht, dies so lange zu tun, wie es angemessen ist", antwortete Sessions auf entsprechende Fragen bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Washington. Trump hatte den Minister zuvor in scharfen Worten abgekanzelt und ihm "extrem unfaires" Verhalten vorgeworfen.

"Wie kann man einen Job übernehmen, wenn man sich selbst für befangen erklärt?", hatte Trump über seinen Justizminister gesagt. Wenn Sessions dies schon vor seiner Ernennung zum Minister getan hätte, "hätte ich gesagt, 'Danke, Jeff, aber ich werde Dich nicht nehmen'", fügte Trump hinzu. Sessions' Verhalten sei "extrem unfair - und das ist ein mildes Wort - gegenüber dem Präsidenten".

Sessions zog sich aus Russland-Ermittlungen zurück

Sessions hatte sich im vergangenen Jahr als damaliger Senator und Wahlkampfberater Trumps mehrmals mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen. Dass er dies während seines Nominierungsverfahrens im Senat verschwieg, erregte Argwohn.

Erst nach der Enthüllung dieser Treffen durch die Presse gab Sessions die Gespräche zu. Anschließend erklärte er sich für befangen und vollzog damit seinen Rückzug aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre des ihm unterstehenden FBI.

Trump steht wegen der Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams unter massivem Druck. In der Affäre ermitteln derzeit außer dem FBI mehrere Kongressausschüsse und der vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller.

afp

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