Defizit sinkt fast auf Null

Öffentliche Kassen machen 17 Milliarden Euro weniger Minus

Wiesbaden - Das Defizit in den öffentlichen Kassen ist im ersten Halbjahr 2015 um 17,2 Milliarden Euro geringer ausgefallen als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Dank sprudelnder Steuern stiegen die Einnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden von Januar bis Juni deutlich stärker als die Ausgaben, nur bei der Sozialversicherung war es umgekehrt.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, flossen im ersten Halbjahr rund 627,6 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen, 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; die Ausgaben erhöhten sich um 2 Prozent auf rund 628,5 Milliarden Euro. Das Defizit habe somit 0,8 Milliarden Euro betragen. Im Vergleichszeitraum 2014 waren es noch gut 18 Milliarden.

Vor allem die um 4,6 Prozent auf 547,9 Milliarden Euro gestiegenen Steuereinnahmen hätten zu dieser Entwicklung beigetragen. Der Bund erzielte in der ersten Jahreshälfte einen Finanzierungsüberschuss von knapp 5 Milliarden Euro. Seine Einnahmen stiegen um 6,5 Prozent auf 173,4 Milliarden Euro, darunter 143,3 Milliarden Euro aus Steuern und 3,8 Milliarden Euro aus der Versteigerung von Mobilfunklizenzen. Dagegen fielen die Einnahmen aus dem Bundesbankgewinn mit knapp 3 Milliarden Euro um 1,6 Milliarden Euro geringer aus.

Auch bei den Ländern gab es einen Finanzierungsüberschuss von 0,4 Milliarden Euro. Die Gemeinden verzeichneten dagegen ein Defizit von 1,6 Milliarden Euro, in der Sozialversicherung entstand im ersten Halbjahr ein Minus von 4,7 Milliarden Euro.

dpa

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