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Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung hatten zum Ende des ersten Quartals 2018 knapp zwei Milliarden Euro Schulden. Foto: Federico Gambarini

Nur Hamburg meldet Anstieg

Öffentliche Schulden weiter rückläufig

Wiesbaden (dpa) - Die Schulden der öffentlichen Haushalte sind weiter gesunken. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung standen zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres mit knapp zwei Milliarden (1948,7 Milliarden Euro) in der Kreide.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, waren dies im Vergleich zum Vorjahresquartal 2,0 Prozent (40,1 Milliarden Euro) weniger.

Gegenüber dem letzten Quartal im Jahr 2017 reduzierten sich die Verbindlichkeiten um 0,9 Prozent (18,0 Milliarden Euro). Berücksichtigt sind die Schulden, die die öffentlichen Haushalte einschließlich aller Extra-Haushalte etwa bei Banken und Unternehmen haben.

Beim Bund gingen die Schulden im Jahresvergleich um 1,0 Prozent auf 1232,4 Milliarden Euro zurück. Einen Rückgang von sogar vier Prozent auf 578,4 Milliarden Euro verzeichneten die Bundesländer. Am stärksten sanken die Schulden in Sachsen (-19,7 Prozent) und Baden-Württemberg (-19,2 Prozent). Einen Anstieg meldete lediglich Hamburg (+1,6 Prozent). Dafür waren hauptsächlich Schuldenaufnahmen im Zusammenhang mit dem Komplex um die HSH Nordbank verantwortlich.

Der Schuldenstand der Kommunen sank um 2,5 Prozent auf 137,5 Milliarden Euro. Mit Ausnahme des Saarlands (+0,3 Prozent) haben die Gemeinden in allen anderen Bundesländern ihre Schulden reduziert. Am stärksten war der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern (-11,4 Prozent), und Sachsen (-7,0 Prozent).

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