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Nico Steinbach, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Bitburg-Prümhält eine Mappe mit Bewerbungen von Kandidaten zur Bundestagswahl im Arm hält. Erstmals hat eine Partei per Stellenanzeige nach Kandidaten für den Bundestag gesucht. Von 118 sind 10 in der engen Auswahl.

Jetzt kommen die Vorstellungsgespräche

Öffentliches Kandidaten-Casting für den Bundestag bei der SPD

Erstmals hat eine Partei in Deutschland per Stellenanzeige nach einem Kandidaten für den Bundestag gesucht. Der SPD-Kreisverband bekam immerhin knapp 120 Bewerbungen.

Erstmals hat eine Partei in Deutschland per Stellenanzeige nach einem Kandidaten für den Bundestag gesucht. Beim SPD-Kreisverband Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz sind von 118 Bewerbern jetzt noch 10 im Rennen: Ab dem 7. Oktober sind sie zu Vorstellungsgesprächen nach Bitburg eingeladen. „Wir haben einige sehr interessante Persönlichkeiten dabei“, sagt SPD-Kreisvorsitzender Nico Steinbach. „Wir wollen alle nun persönlich kennenlernen.“

Die Bewerber stammten vor allem aus Rheinland-Pfalz und dem südlichen Nordrhein-Westfalen, einige auch aus Hamburg, München und Berlin. „Ein ähnliches Verfahren hat es in dieser Form noch nicht gegeben“, sagt ein Sprecher des SPD-Parteivorstands in Berlin.

Das Casting zieht sich nun über ein paar Wochen. Am Ende sollen ein, zwei oder drei Kandidaten stehen, die den SPD-Mitgliedern vorgestellt werden. Die finale Entscheidung, wer dann für die SPD ins Rennen geht, fällt am 25. November auf einer Wahlkreiskonferenz.

Im schwarzen Wahlkreis Bitburg, zu dem auch der Vulkaneifelkreis und der Altkreis Wittlich zählen, hat es die SPD noch nie geschafft, das Direktmandat für den Bundestag zu gewinnen. „Daher haben wir die Möglichkeit, noch mal bei Null zu starten“, sagt Steinbach.

dpa

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