+
Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann.

Künftig drei Jahre Schutzfrist

Österreich beschließt Asyl auf Zeit

Wien - Österreich macht mit der Verschärfung des Asylrechts Ernst. Knapp drei Monate nach dem politischen Grundsatzbeschluss hat die rot-schwarze Bundesregierung am Dienstag das neue „Asyl auf Zeit“ auf den Weg gebracht.

Angesichts des Flüchtlingsandrangs werde künftig generell nur noch für eine Frist von drei Jahren Schutz gewährt, teilte die Regierung mit. Danach werde geprüft, ob die Schutzgründe weiterbestehen.

Kanzler Werner Faymann (SPÖ) sprach von einem Signal, das helfen solle, die zuletzt festgelegte Zahl von 37 500 Asylanträgen für 2016 nicht zu überschreiten. Der Nationalrat werde voraussichtlich im April das Gesetz verabschieden. Es solle rückwirkend gelten. Die Alpenrepublik nähert damit ihre Asylbestimmungen an deutsches Recht an.

Bislang wurde Asylberechtigten in Österreich grundsätzlich ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht gewährt. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) meinte, Österreich habe nun eines der schärfsten Asylgesetze in Europa. Die Verschärfungen beim Familiennachzug, speziell für subsidiär Schutzberechtigte, würden vor allem die Migranten aus Afghanistan treffen, die derzeit größte Flüchtlingsgruppe.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

ZDF-„Politbarometer“: SPD verliert weiter an Zustimmung
Bis zum Wahltag will der SPD-Kanzlerkandidat Schulz unverzagt kämpfen, das hatte er angekündigt. Eine Umfrage dürfte ihm wenig Freude bereiten.
ZDF-„Politbarometer“: SPD verliert weiter an Zustimmung
Weitere Festnahme nach Londoner U-Bahn-Anschlag
Hinter dem U-Bahn-Anschlag in London könnte ein ganzes Netzwerk stecken. Die Polizei nahm einen weiteren Verdächtigen fest.
Weitere Festnahme nach Londoner U-Bahn-Anschlag
UN-Versammlung: Gabriel wettert gegen Trumps „nationalen Egoismus“
Bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel klare Worte gefunden und die Politik des US-Präsidenten Donald Trump …
UN-Versammlung: Gabriel wettert gegen Trumps „nationalen Egoismus“
175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen
Deutlich mehr Pflege - das bringt die jüngste Reform. Die Erwartungen scheinen sogar übertroffen zu werden.
175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen

Kommentare