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Pamela Rendi-Wagner: Georg Dornauer sieht ihren Nachnamen als Mitgrund für die Schlappe bei der Nationalratswahl.

Schräge Analyse

War ihr Doppelname schuld? SPÖ-Mann findet kuriose bis brisante Erklärung für Wahlschlappe

Georg Dornauer, SPÖ-Landesparteichef in Tirol, erklärt die Wahlschlappe auf seine Weise. So soll der Nachname von Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner eine Rolle gespielt haben.

Innsbruck/Wien - Georg Dornauer ist nicht als Mann leiser Worte bekannt. Das bestätigte der Tiroler Landesparteichef der SPÖ am Montag selbst, als er sich im Rahmen der Parteigremien am Montag an einer Erklärung für die Wahlschlappe versuchte. 

„Zu sagen, dass der Sebastian Kurz ganz ein Schlimmer ist, wird zu wenig sein“, stellte er wenig kontrovers fest und forderte eine bessere Kommunikation innerhalb der SPÖ - ohne konkrete Personen dafür verantwortlich machen zu wollen. Vor allem, betonte Dornauer, treffe Bundesgeschäftsführer Thomas Dorzoda keine Schuld, die Zusammenarbeit mit ihm sei stets hervorragend gewesen. Das berichten ORF und Kurier übereinstimmend.

Auch gegenüber Parteichefin Pamela Rendi-Wagner äußerte er sich zunächst wohlwollend. Dornauer wollte sie nicht in Frage stellen. Er lobte, Rendi-Wagner habe sich im Wahlkampf „bemüht“. 

Österreich: SPÖ-Mann meint: „Der klassische FPÖ-Wähler wählt keine Frau mit Doppelnamen“

Dennoch sorgte er mit einer kuriosen Analyse für Überraschung. Pamela Rendi-Wagner sei quasi unverschuldet ein Mitgrund für die Wahlschlappe gewesen. „Der klassische FPÖ-Wähler wählt keine Frau mit Doppelnamen“, stellte er in den Raum und damit indirekt auch die Frage, ob die 48-Jährige die richtige Wahl gewesen ist. Wählerwanderungen vom erneut erfolgreichen, konservativen Lager sah er aus diesem kuriosen Grund wohl ausgeschlossen. Eine Analyse, die durchaus einige gesellschaftliche Sprengkraft birgt. 

Seine eigene Stellung sieht Dornauer indes nicht gefährdet. Als Parteiobmann sitze er fest im Sattel, erläuterte er dem ORF, die Linie der Bundes-SPÖ stehe hingehen bei vielen in der Kritik. So wertet er das Wahlergebnis als Botschaft der Wähler, die Sozialdemokraten müssten alle gesellschaftspolitischen Themen behandeln. Und damit auch die Migrationsfrage.

Eine Strategie, mit der die FPÖ gut gefahren ist. Offenbar will sich nun auch die deutsche CDU/CSU etwas abschauen - Allerdings hinkt dieser Vergleich etwas. 

mb

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