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Werner Faymann und Angela Merkel.

Bundeskanzler von Österreich

Faymann kritisiert Merkel in der Flüchtlingskrise

Wien - Die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel hat Werner Faymann erneut kritisiert. Deutschlands Verhalten sei Österreich gegenüber "ausgesprochen unfair".

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat in der Flüchtlingskrise erneut scharfe Kritik am Verhalten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geübt. „Ich habe ein persönlich gutes Verhältnis zu ihr. Aber ein politisch sehr gespanntes“, sagte Faymann der Presse am Sonntag. Deutschlands Verhalten sei Österreich gegenüber „ausgesprochen unfair“. „Merkels Politik kann dazu führen, dass Österreich Schaden nimmt. Wir wollen aber nicht die Pufferzone für Deutschland sein“, sagte Faymann.

Deutschland könne an seiner Grenze relativ einfach einen Rückstau von Flüchtlingen auslösen, die durch Österreich wollten, sagte Faymann. Er wünsche sich, dass Merkel klar sage, dass Menschen nicht über illegale Wege einreisen könnten. In den vergangenen Monaten habe sich herausgestellt, dass die angestrebte europäische Lösung nicht funktioniere. Deshalb habe Österreich mit eigenen Obergrenzen handeln müssen. Auch Deutschland sollte diesem Beispiel folgen, so Faymann.

dpa

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