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Der Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, übt Kritik an der Doppelspitze seiner Partei.

Peter: "Debatte beendet"

Özdemir kritisiert Grünen-Doppelspitze

Berlin/Wiesbaden - Die Doppelspitze ist für manche Grüne fast schon ein eherner Grundsatz. Jetzt hinterfragt Parteichef Cem Özdemir kritisch deren Sinn. Das kommt in den eigenen Reihen gar nicht gut an.

Özdemir hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt: "Die doppelte Doppelspitze der Grünen macht es nicht leichter, personelles Profil zu gewinnen und Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner zuzuspitzen." Das hatte eine heftige Debatte in der Partei ausgelöst.

Bei den Grünen gibt es sowohl in der Parteiführung als auch in der Bundestagfraktion jeweils zwei Vorsitzende. Mindestens einer der beiden Posten muss jeweils mit einer Frau besetzt sein. Bei den Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017 soll es ebenfalls eine doppelte Besetzung geben. Sie ist auch in den Landesverbänden üblich.

Grünen-Chefin Peter erklärt Debatte für beendet

„Für uns ist ganz klar: Die Doppelspitze, die paritätische Besetzung der Gremien, die Quote hat uns als Grüne ein breites Spektrum an profilierten Persönlichkeiten gebracht“, sagte die Grünen-Vorsitzende Simone Peter am Montag nach einer Sitzung des Vorstandes. Daran hatte auch Özdemir teilgenommen.

Gerade Frauen würden bestärkt, in die Politik zu gehen und ihren Hut in den Ring zu werfen. „Von daher wird es keine weiteren Diskussionen oder Initiativen geben, dieses Thema weiter auf die Agenda zu setzen“, sagte Peter. „Die Doppelspitze bleibt, die Quotierung bleibt. Und das ist auch gut so.“

dpa

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