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Erdogan will nach einem "Bild"-Bericht bei dem für Ende September geplanten Besuch in Berlin zu einem offiziellen Staatsbesuch kommen. Foto: Burhan Ozbilici

Geplanter Staatsbesuch

Erdogan will bei Besuch in Berlin großes Protokoll

Erdogan plant offenbar einen Staatsbesuch im Herbst. Grüne und AfD sind sich ausnahmsweise mal einig: Das kann so nicht einfach hingenommen werden. Grünenpolitiker Özdemir fordert, Erdogan dürfe nicht wie ein demokratischer Staatschef empfangen werden.

Berlin (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will nach einem Bericht bei seinem für den Herbst geplanten Besuch in Berlin das ganz große Protokoll. Er wolle zu einem offiziellen Staatsbesuch kommen, schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Ankara und Berlin.

Dazu gehören unter anderem ein Empfang durch den Bundespräsidenten mit militärischen Ehren und ein Staatsbankett. Nach Informationen der Zeitung will Erdogan bei seiner ersten Deutschland-Visite nach Übernahme des Präsidentenamtes auch in einer Veranstaltung zu Landsleuten sprechen. Der Besuch werde voraussichtlich Ende September stattfinden, über das genaue Datum werde aber noch verhandelt.

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, begrüßte den Besuch, forderte aber zugleich die Bundesregierung auf, keine Gelegenheit auszulassen, um dabei auch die kritischen Fragen im gegenseitigen Verhältnis anzusprechen. So gebe es nach wie vor deutsche Staatsbürger, die ohne Gerichtsverfahren mit nicht nachvollziehbaren Begründungen in der Türkei inhaftiert seien. "Auch dürfen wir von Präsident Erdogan erwarten, dass die Zeiten deutschlandfeindlicher Rhetorik endgültig vorbei sind." Die Rolle der Türkei im Syrienkonflikt bedürfe ebenfalls der dringenden Erörterung, hieß es in einer Mitteilung Hardts vom Sonntag.

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