Wegen Polizeieinsatz: Bahnhof München-Pasing gesperrt

Wegen Polizeieinsatz: Bahnhof München-Pasing gesperrt
+
Schiitische irakische Milizionäre beteiligen sich an der Großoffensive gegen den terroristischen IS. Foto: str

Offensive gegen IS: Iraks Armee stößt auf starken Widerstand

Bagdad (dpa) - Nach dem Beginn einer Großoffensive gegen die Terrormiliz IS stößt das irakische Militär auf starken Widerstand. Die Armee meldete zwar erste Geländegewinne östlich von Tikrit. Irakische Medien berichteten aber von heftigen Gefechten und Selbstmordattentätern, die den Angriff aufhalten sollten.

Armee, schiitische Milizen und sunnitische Stammeskämpfer hatten am Sonntag eine Offensive begonnen, um den IS aus der strategisch wichtigen Stadt Tikrit zu vertreiben. Es ist der bisher größte Angriff auf die Dschihadisten im Irak. Die Regierung hat nach eigenen Angaben 30 000 Kämpfer mobilisiert. Auch Iraks Luftwaffe fliegt Angriffe gegen die Dschihadisten.

Tikrit rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad liegt an einer strategisch wichtigen Verbindungsstraße in den Norden des Landes. Die Offensive gilt zugleich als Test der irakischen Kräfte für einen geplanten Angriff auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

IS-Aktivisten verbreiteten über den Kurznachrichtendienst Twitter Bilder eines US-Amerikaners mit dem Namen Abu Dawud al-Amriki, der sich mit einer Autobombe in die Luft gesprengt haben soll. Laut der Nachrichtenseite Al-Mada mussten die Angreifer allein 60 Sprengsätze entschärfen oder zur Explosion bringen, die der IS versteckt hatte.

Aus Militärkreisen hieß es, Armee und schiitische Milizen hätten östlich von Tikrit die Region Hamrin und kleinere Orte eingenommen. Auch zwei Ölfelder seien beschossen worden. Eine unabhängige Bestätigung für die Geländegewinne gab es zunächst nicht. Erfolgsmeldungen der irakischen Armee haben sich in der Vergangenheit häufiger als falsch herausgestellt.

Die US-Armee und ihre Verbündeten beteiligen sich bislang nicht mit Luftangriffen an der neuen Offensive gegen die sunnitischen Extremisten. Laut dem US-Verteidigungsministerium gab es keine Anfrage der irakischen Regierung, wie US-Medien berichteten. Es handele sich um eine irakische Angelegenheit, sagte ein Sprecher des Pentagons. Die US-Luftwaffe und ihre Verbündeten bombardieren seit mehreren Monaten regelmäßig IS-Stellungen im Irak und in Syrien.

Dagegen unterstützt der schiitische Iran die Offensive. Mit Ghassem Sulejmani sei ein hochrangiger Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden als Berater und Beobachter vor Ort, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars am Montag.

Augenzeugen berichteten unterdessen, die IS-Terrormiliz habe nördlich vn Mossul eine christliche Kirche gesprengt. Das Gebetshaus in dem Ort Talkif sei zuvor geplündert worden, hieß es.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver
Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea starten die USA am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea.
Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver
Es wird einsam um ihn: Trumps verzweifelter Befreiungsschlag
Donald Trump scheint sich mehr und mehr zu isolieren. Der Abschied von Chefberater Stephen Bannon könnte der Anfang vom Ende für den US-Präsidenten sein. 
Es wird einsam um ihn: Trumps verzweifelter Befreiungsschlag
Italien verstärkt nach Anschlägen Schutz von Sehenswürdigkeiten
Nach den Anschlägen in Katalonien werden in Italien die Schutzmaßnahmen für Fußgängerzonen, Kunstschätze und berühmte Bauwerke verstärkt.
Italien verstärkt nach Anschlägen Schutz von Sehenswürdigkeiten
Seehofer: Obergrenze nicht ausdrücklich Koalitionsbedingung
Die Obergrenze für Flüchtlinge war ein Dauerbrenner der CSU. Parteichef Seehofer hatte sie sogar zur Bedingung für einen Koalitionsvertrag gemacht. Das sieht er nun zwar …
Seehofer: Obergrenze nicht ausdrücklich Koalitionsbedingung

Kommentare