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Fiel Scholz aus der Rolle? Kanzler nennt Ministerpräsident angeblich intern „Amateur“ - Union schäumt

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Von: Momir Takac

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Bundeskanzler Olaf Scholz soll sich intern abfällig über NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst geäußert haben - zuvor gab es wohl einen Gipfel-Eklat.

Berlin - Eine Impfpflicht gegen das Coronvirus ist allgegenwärtiges Thema. Kommt sie? Für wen soll sie gelten? Es gibt viele ungeklärte Fragen. Auch beim letzten Corona-Gipfel am 7. Januar 2022 wurde heftig debattiert. Bei der Frage, wie der Zeitplan zur Einführung einer Impfpflicht aussehen soll, gingen die Vorstellungen der Teilnehmer auseinander. So weit offenbar, dass der sonst so kühle Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aus sich herausging.

Kanzler Olaf Scholz spottet in interner Runde über Hendrik Wüst

Wie der Spiegel erfahren haben will, soll Scholz irritiert vom Verhalten von Hendrik Wüst (CDU) gewesen sein. Der NRW-Ministerpräsident soll auf eine schnelle Umsetzung der Corona-Impfpflicht gepocht haben. Daraufhin habe der SPD-Kanzler, der die Ausgestaltung des Gesetzes komplett dem Bundestag überlassen will, zu Wüst gesagt haben: „Sie sind hier der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. Machen Sie mal einen Vorschlag, der für alle 16 Länder funktioniert.“

Doch das war offenbar noch nicht alles. Einige Tage nach der Ministerpräsidentenkonferenz soll Scholz, der sich auch in seiner ersten Regierungsbefragung im Bundestag kritischen Fragen zur Impfpflicht stellen musste, über Wüst gelästert haben. Wie der Spiegel weiter schreibt, hat er den CDU-Politiker in einer internen Runde mit Mitarbeitern angeblich „Amateur im Ministerpräsidentenkostüm“ genannt.

„Was für ein armseliger Kanzler“: CDU-Politiker empört nach Scholz‘ Wüst-Äußerung

Darüber ist man in der Union alles andere als begeistert. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak twitterte ironisch: „So geht Respekt.“ Scholz hatte im Bundestagswahlkampf mehr Respekt gefordert. Auch der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke ist empört. „Menschlich ist er schon gescheitert. Was für ein armseliger Kanzler. Angela Merkel hätte nie so über andere Menschen gesprochen“, schrieb er bei Twitter.

„Herr Scholz sollte mal dringend einen Gang zurückschalten und die Regierungstätigkeit rauf“, forderte Ronja Kemmer, die Kandidatin der Jungen Union für das neu zu wählende Präsidium der Bundes-CDU.

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