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Olaf Scholz zu Besuch in Schweden: international leben sozialdemokratische Parteien wieder auf

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Bundesfinanzminister Scholz zu Besuch in Schweden
Olaf Scholz bei den schwedischen Sozialdemokraten: international gibt es ein Revival sozialdemokratischer Parteien - Rückenwind für eigene Partei © Adam Ihse / dpa

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz beobachtet ein internationales Wiederaufleben der Sozialdemokratie.

Göteborg - «Wir erleben derzeit - und wir sind Teil davon - ein bemerkenswertes Revival von sozialdemokratischen und progressiven Parteien in ganz Europa und der Welt», sagte der geschäftsführende Bundesfinanzminister am Freitag auf dem Parteitag der schwedischen Sozialdemokraten in Göteborg. Sozialdemokraten in Dänemark, Finnland und zuletzt in Norwegen seien wieder auf dem Vormarsch, auch Parteifreunde in Portugal und Spanien machten ihre Sache gut. «All das hat uns sehr inspiriert. Und Joe Bidens Sieg in den Vereinigten Staaten hat uns allen einen Schub an zusätzlicher Ermutigung gegeben», sagte Scholz. Mit diesem Rückenwind sei die SPD in den Wahlkampf zur Bundestagswahl gegangen.

Der darauf folgende Wahlerfolg seiner Partei sei ganz grundsätzlich darauf zurückzuführen, dass es gelungen sei, sich wieder mit den Wählerinnen und Wählern zu verbinden. «Dieser Ansatz kann zusammengefasst werden in einer zentralen Idee, einer zentralen Kategorie, einem klaren, moralischen Argument: Respekt.» Respekt sei, was jeder und jede im Leben erwarte. Als Sozialdemokraten müsse man sich für Themen einsetzen, die für echte Menschen von Bedeutung seien.

Auf dem Parteitag war die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson am Vortag zur neuen Parteivorsitzenden gewählt worden. Damit trat sie die Nachfolge von Regierungschef Stefan Löfven an der Parteispitze an, den sie nach Wunsch des Ministerpräsidenten zeitnah auch im obersten politischen Amt des Landes beerben soll. Andersson stellte Scholz, den sie unter anderem von Treffen der EU-Finanzminister kennt, als «einen der geschicktesten Politiker Europas» vor. Scholz sagte zu den Delegierten zur Wahl der 54-Jährigen: «Ihr hättet keine bessere Wahl treffen können.» Das deutsche Wort, das Andersson seiner Ansicht nach am besten beschreibe, sei «Aufrichtigkeit», sagte er in seiner ansonsten in Englisch gehaltenen Rede. (dpa)

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