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Russlands Präsident Wladimir Putin

"Lassen Sie Kinder in Ruhe"

Putin: Fragwürdige Schwulen-Aussage

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi nochmals zum Umgang mit homosexuellen Besuchern der Spiele geäußert.

Es werde nichts verboten und niemand werde verhaftet, "Sie können sich ruhig und entspannt fühlen", sagte Putin am Freitag an die Adresse von Homosexuellen. "Aber bitte lassen Sie Kinder in Ruhe."

Der Kommentar, der im russischen Fernsehen gezeigt wurde, legt den Standpunkt nah, Homosexuelle würden sich bevorzugt jungen Menschen und Kindern in sexueller Absicht nähern und dürfte erneut Kritik nach sich ziehen.

Putin sagte, Schwule und Lesben bräuchten keine Angst vor einer möglichen Verfolgung zu haben, verteidigte aber gleichzeitig das umstrittene Anti-Propaganda-Gesetz, das die Verbreitung von Informationen über Homosexualität an Minderjährige unter Strafe stellt. „Es gibt kein Verbot für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen zwischen Menschen“, meinte Putin gegenüber einer Gruppe freiwilliger Olympia-Helfer.

Sotschi 2014: Das Olympische Feuer brennt

Sotschi 2014: Das Olympische Feuer brennt

Schwule und Lesben kämpfen in Russlands konservativer Gesellschaft mit vielfachen Formen diskriminierender Behandlung. Aus Protest gegen diese Diskriminierung und die Beschneidung der Meinungsfreiheit in Russland hatten einzelne Sportler, Künstler und Politiker zum Boykott der Winterspiele aufgerufen, die vom 7. bis zum 23. Februar stattfinden.

Erst am Dienstag hatten 27 Nobelpreisträger in einem Brief an Putin die Diskriminierung von Homosexuellen in Russland angeprangert. US-Präsident Barack Obama schickt eine US-Delegation mit der offen lesbischen Tennisikone Billie Jean King nach Sotschi, was als deutliches Signal an Putin gilt.

AFP

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