+
Die Opfer des Terroranschlages in Berlin erhalten eine Entschädigung.

Erste Summen bezahlt

Opfer von Terroranschlag in Berlin erhalten Entschädigung

Berlin - Zwölf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Welche Folgen der Terroranschlag in Berlin für Angehörige und Opfer hat, steht noch nicht fest. Erste schnelle finanzielle Hilfe gibt es aber schon.

Rund drei Wochen nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche haben erste Verletzte und Angehörige von Opfern Geld vom Bund erhalten. „Es sind erste Beträge geflossen“, sagte ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Justiz in Bonn am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Anträge würden bearbeitet.

Wie viel Anträge vorliegen und wie viel Geld bisher gezahlt wurde, wollte das Bundesamt nicht mitteilen. Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet und von bislang zehn Anträgen auf eine Härtefallleistung geschrieben.

Die Höhe der Zahlungen wird laut dem Bundesamt im Einzelfall geregelt. Genaue Summen wurden nicht genannt. Nahe Angehörige von Todesopfern wie Eltern, Kinder und Ehepartner erhielten in früheren Fällen 10.000 Euro, Geschwister 5000 Euro. Verletzte Menschen können einmalig höhere Summen bekommen.

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte nach dem Anschlag Entschädigungsleistungen für die Opfer zugesichert. Jeder solle die Hilfe bekommen, die er brauche, sagte sie.

Am 19. Dezember hatte der Attentäter Anis Amri einen Lastwagen entführt, dessen Fahrer erschossen und war über den Weihnachtsmarkt gefahren. Dabei wurden elf Menschen getötet und mehr als 50 Menschen verletzt. Elf Menschen werden immer noch wegen ihrer schweren Verletzungen in Kliniken behandelt. Italienische Polizisten erschossen Amri später, als er auf seiner Flucht in Mailand auftauchte.

Berlin trauert um die Opfer des Anschlags - Die Bilder

Update vom 20. Juni 2017: Nach einer Explosion ist der Brüsseler Bahnhof Central am Dienstagabend geräumt worden. Nach der Detonation soll ein Mann von einem Soldaten niedergeschossen worden sein.

Update vom 23. Mai 2017: Bei einem Konzert der Popsängerin Ariana Grande in Manchester hat sich am Abend eine Explosion ereignet, es gab mehrere Tote. Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Medien: V-Mann in Amri-Gruppe stachelte zu Anschlag an
Welche Rolle spielte der V-Mann in der Gruppe um den Berlin-Attentäter Anis Amri? Er habe selbst zu Anschlägen angestachelt, wollen die Verteidiger der übrigen …
Medien: V-Mann in Amri-Gruppe stachelte zu Anschlag an
FDP und Grüne entdecken Gemeinsamkeiten
Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne lassen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen die Verletzungen der Vergangenheit beiseite. Nebenbei rumort es ordentlich - vor …
FDP und Grüne entdecken Gemeinsamkeiten
Eklat bei Akhanlis Ankunft in Deutschland - Autor übel beschimpft
So hatte sich der türkischstämmige Autor Dogan Akhanli seine Heimkehr nach Deutschland sicher nicht vorgestellt: Nach wenigen Schritten durch die Ankunftshalle des …
Eklat bei Akhanlis Ankunft in Deutschland - Autor übel beschimpft
Katalonien: Madrid will Zwang anwenden - mit Hilfe des deutschen Grundgesetzes? 
Hier finden Sie den News-Ticker zum Katalonien-Konflikt: Wählen die Katalanen die Unabhängigkeit von Spanien? Greift Madrid ein? Alle Infos hier.
Katalonien: Madrid will Zwang anwenden - mit Hilfe des deutschen Grundgesetzes? 

Kommentare