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Orban preist in Berlin Merkels Ukraine-„Meisterwerk“ – und meint: „Hoffnung auf Frieden heißt Trump“

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G20-Gipfel in Osaka
Verstanden sich gut: Russlands Präsident Wladimir Putin (links) und der ehemalige US-Präsident Donald Trump im Jahr 2019. (Archivbild) © White House/dpa

Viktor Orban hat während seines Besuchs in Berlin Friedensverhandlungen zwischen den USA und Russland gefordert. Den Ukraine-Krieg hätte es unter Merkel nicht gegeben, so der ungarische Ministerpräsident.

Berlin - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat Verhandlungen zwischen den USA und Russland über einen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert - und er setzt dabei auf den vor zwei Jahren abgewählten US-Präsidenten Donald Trump. „Die Feuerpause muss nicht zwischen Russland und der Ukraine zustandekommen, sondern zwischen Amerika und Russland“, sagte Orban am Dienstag bei einem öffentlichen Interview des Magazins Cicero in Berlin. „Wer denkt, dass dieser Krieg durch russisch-ukrainische Verhandlungen abgeschlossen wird, der lebt nicht auf dieser Welt. Die Machtrealität ist anders.“

Orban sagte zur Begründung, dass die Ukraine den Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren nur führen könne, weil sie von den USA militärisch unterstützt werde. Der Krieg sei heute nur offen, weil die Amerikaner das so wollten. „Deswegen müssen sich die Amerikaner mit den Russen einigen. Und dann ist der Krieg zu Ende.“

Orban über Ukraine-Krieg: „Hoffnung auf Frieden heißt Donald Trump“

Orban machte auch deutlich, dass er US-Präsident Joe Biden nicht für den richtigen Verhandlungsführer auf amerikanischer Seite hält. „Der amerikanische Präsident ist zu weit gegangen“, sagte er. Biden habe Dinge über den russischen Präsidenten Wladimir Putin gesagt, nach denen es schwer sei, dass die beiden Friedensverhandlungen miteinander führen. „Das wird jetzt brutal klingen, was ich sage. Aber Hoffnung für den Frieden heißt Donald Trump“, sagte Orban laut Übersetzung. Biden hatte Putin nach Kriegsbeginn als „Schlächter“, „Kriegsverbrecher“ und „mörderischen Diktator“ bezeichnet.

Bei der Veranstaltung des Magazins Cicero ging Orban außerdem davon aus, dass die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hätte verhindern können. Orban sagte, dass Merkel bereits 2014 durch ihr Agieren nach der russischen Annexion der Krim einen Krieg verhindert habe. „Was Angela Merkel gemacht hat zu Zeiten der Krim-Krise, das war ein Meisterwerk.“ Es sei damals nicht zu einem Krieg gekommen, weil durch die diplomatischen Bemühungen Deutschlands der Konflikt isoliert worden sei. „Sie haben nicht zugelassen, dass das hoch geht und wir alle involviert werden.“

Video: Scholz empfängt Orban in Berlin

Auf die Nachfrage, ob er so zu verstehen sei, dass es seiner Meinung nach mit einer Kanzlerin Merkel nicht zu einem Krieg gegen die Ukraine gekommen wäre, antwortete Orban laut Übersetzung: „Mit Sicherheit.“ Der ungarische Ministerpräsident besucht für mehrere Tage Berlin und traf während seines Aufenthalts Bundeskanzler Olaf Scholz sowie Angela Merkel am Sonntag. Über Inhalte des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt. (dpa/fmü)

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