Abstimmung in mehreren Bundesstaaten

Oregon stimmt für Marihuana-Legalisierung

Washington - Am Dienstag haben mehrere US-Bundesstaaten über die Legalisierung von Marihuana abgestimmt. Demnach ist der Besitz künftig wohl auch in Oregon und der Hauptstadt Washington DC erlaubt.

In Oregon sprachen sich bei einem Referendum am Dienstag (Ortszeit) 54 Prozent der Wähler für die Legalisierung aus, wie die vorläufigen Ergebnisse zeigten. 46 Prozent waren dagegen.

In Washington DC stimmten den Teilergebnissen zufolge 65 Prozent der Bürger für die Maßnahme und lediglich 28 Prozent dagegen. Auf den Straßen Washingtons feierten Pro-Marihuana-Aktivisten den Ausgang der Abstimmung. "Dies ist ein großartiger Tag zur Beendigung des Kampfes gegen Drogen im District of Columbia", sagte Aktivist Malik Burnett mit Blick auf die Hauptstadt. Auch der Chef der im Bundesstaat Colorado angesiedelten Marijuana Industry Group, Mike Elliott, lobte die Ergebnisse. "Immer mehr Menschen erkennen, dass es Sinn hat, zertifizierte, regulierte und besteuerte Unternehmen den Drogenkartellen vorzuziehen", erklärte er.

Im Bundesstaat Florida deuteten die vorläufigen Ergebnisse indes auf ein Scheitern des Referendums hin. Demnach votierten zwar 57 Prozent der Wähler für die Legalisierung von Marihuana, das sind aber weniger als die benötigten 60 Prozent. Die westlichen Bundesstaaten Colorado und W

Washington hatten den Verkauf von Cannabis-Produkten zum persönlichen Gebrauch bereits vor zwei Jahren in Referenden erlaubt. Wähler in Oregon und Alaska standen vor der Frage, ob das bei ihnen auch zulässig sein soll. In Washington DC entschieden die Bürger darüber, ob Anbau und Besitz geringer Mengen der Droge legalisiert werden sollen - das letzte Wort wird hier aber wohl der US-Kongress haben, der die Oberaufsicht über den Bundesbezirk ausübt.

In Florida fand eine Volksabstimmung über die Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken statt.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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