Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte
+
Mateen und seine Frau Noor Salman mit ihrem Sohn.

Laut "CNN"

Orlando-Attentäter postete auf Facebook und schrieb Freundin

Orlando - Fünf Tage nach der schrecklichen Bluttat laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Es gibt neue Informationen zum Tatablauf.

Drei unglaublich lange Stunden dauerte das Attentat vergangenen Sonntag. Drei Stunden, in denen Omar Mateen nicht nur Geiseln nahm, 53 Menschen verletzte und 49 umbrachte, sondern offenbar währenddessen auch auf Facebook unterwegs war und seiner Ehefrau Textnachrichten schrieb.

Wie "CNN" berichtet, schrieb der Vorsitzende des Senatsausschusses für "Homeland Security and Governmental Affairs", Ron Johnson, deshalb einen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Er bat darin um alle Facebook-Daten, die zu Matees Aktivitäten in seinem Account und zusammenhängenden Accounts zur Verfügung stehen. Der Täter suchte demnach nach "Pulse Orlando" und "Shooting", also Schießerei. Fünf Facebook-Accounts stehen laut Johnsons Brief mit Mateen in Verbindung. "Now taste the Islamic state vengeance", soll er gepostet haben, bevor er die Attacke ausführte, und: "Spürt die Rache des Islamischen Staats". In weiteren Posts stand, Russland und die USA sollten aufhören, den IS zu bombardieren und unschuldige Frauen und Kinder zu töten. 

In einem letzten Eintrag, berichtet "CNN", schrieb Mateen laut Jonson eine ominöse Warnung: "In the next days you will see attacks from the Islamic state in the usa". In den nächsten Tagen werde man in den USA weitere IS-Attacken abbekommen. 

Was wusste Mateens Frau Noor Salman?

Es war nicht das einzige Mal während seines Amoklaufs, dass Mateen sich auf den IS berief. Bei seinem Notruf an "911" betonte er, die Tat für die Islamisten-Miliz begangen zu haben. Eine Analyse seiner elektronischen Geräte zeigte laut "CNN" gespeicherte Suchanfragen für dschihadistische Propaganda inklusive IS-Enthauptungen.

Ermittler versuchen jetzt, herauszufinden, was Mateens Frau Noor Salman über seine Pläne wusste. Laut "CNN"-Berichten soll sie während der Tat per SMS mit ihrem Mann kommuniziert haben. Gegen 4 Uhr morgens (Ortszeit), zwei Stunden nach Beginn der Attacke, soll Mateen ihr von der Toilette aus geschrieben haben. Er soll gefragt haben, ob sie die Nachrichten gesehen habe.  

50 Tote nach Blutbad in US-Schwulenclub - Bilder

Salman soll daraufhin geschrieben haben, dass sie ihn liebe, und mehrmals versucht haben, ihn anzurufen. Er habe nicht mehr geantwortet.

Ermittler durchleuchten Salman jetzt sehr genau. Sie soll laut "CNN" zwar widersprüchliche Aussagen gemacht, aber Folgendes zugegeben haben: dass sie vermutet habe, Mateen plane eine Attacke, möglicherweise auf den Club "Pulse". 

Am Tag vor der Schießerei, sagte sie den Ermittlern, habe sie versucht, Mateen zu sagen, er solle keine Gewalttat begehen. Die Polizei verständigte sie allerdings nicht. 

kf

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

US-Republikaner scheitern mit Abschaffung von "Obamacare"
Mit aller Macht wollen die Republikaner endlich etwas an der ihnen so verhassten Krankenversicherung "Obamacare" ändern. Bis in den Morgen ringen sie um einen Erfolg. …
US-Republikaner scheitern mit Abschaffung von "Obamacare"
Tod von Helmut Kohl: Nun überwacht eine Videokamera sein Grab
Zwei Sicherheitsleute standen bisher am Grab des kürzlich verstorbenen Alt-Bundeskanzler Kohl. Nun sollen die beiden abgezogen werden. Die Überwachung übernimmt nun eine …
Tod von Helmut Kohl: Nun überwacht eine Videokamera sein Grab
Trennungs-Referendum in Katalonien - Madrid wird Gesetz anfechten
Und wieder keine Unabhängigkeit für die Region Katalonien. Der spanische Ministerpräsident Rajoy hat dem Begehren heute erneut eine klare Absage erteilt. 
Trennungs-Referendum in Katalonien - Madrid wird Gesetz anfechten
Amerikanische Diplomaten sollen Russland verlassen
Die Unterschrift von US-Präsident Trump wartet Russland gar nicht erst ab. Moskau verhängt Gegenmaßnahmen nach der großen Mehrheit im US-Senat für neue Sanktionen. Der …
Amerikanische Diplomaten sollen Russland verlassen

Kommentare