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Ostermarschierer demonstrieren am 21. April 2014 in Frankfurt am Main.

In mehreren deutschen Städten

Ostermärsche gegen Auslandseinsätze und Rüstungsexporte

Berlin - Alle Jahre wieder: Über die Osterfeiertage protestieren Menschen vielerorts in Deutschland gegen Krieg und Gewalt. Zwar sind es deutlich weniger als in den 70er und 80er Jahren. Dennoch sind ihre Mahnungen hörbar.

In mehreren deutschen Regionen haben am Karfreitag die diesjährigen Ostermärsche der Friedensbewegung begonnen. Bis Montag wollen Friedensaktivisten nach Angaben der Veranstalter auf die aus ihrer Sicht bestehende Mitverantwortung deutscher Politik für die aktuellen weltweiten Fluchtbewegungen aufmerksam machen. Das gelte für Auslandseinsätze der Bundeswehr im Nahen Osten oder Afrika ebenso wie für Waffenlieferungen in Konfliktregionen.

In Chemnitz demonstrierten etwa 250 Menschen für Frieden und ein Ende der Gewalt. Sie forderten ein Ende der Waffenexporte, einen anderen Umgang mit Migranten in Deutschland und ein Umdenken in der Außenpolitik. Sie müsse sich auf Frieden orientieren, „statt jeden Konflikt mit militärischen Mitteln zu lösen“, sagte Hubert Gintschel, Sprecher der Chemnitzer Friedensinitiative.

Knapp 200 Menschen zogen nach Veranstalterangaben um die Urananreicherungsanlage in Gronau (Nordrhein-Westfalen) herum und forderten deren Schließung. Im hessischen Bruchkörbel versammelten sich trotz strömenden Regens um die 100 Ostermarschierer. In Stuttgart gedachten rund 50 Menschen der Opfer von Drohnen und Krieg.

Bundesweit sind bis zum Ostermontag rund 60 Veranstaltungen geplant. Die Veranstalter erwarten rund 10 000 Teilnehmer - ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren.

Ostermärsche 2016

dpa

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