+
Ukrainische Freiwillige bei einer Übung unweit von Mariupol. Bisher ist kein Ende des Konflikts in Sicht. Foto: Anastasia Vlasova

Protest vor russischer Botschaft

Tote bei Kämpfen in der Ostukraine

Wien/Kiew - Mindestens 20 Menschen wurden bei schweren Kämpfen in der Ostukraine am Wochenende getötet. Seit April sind in dem Konflikt bereits mehr als 5000 Menschen gestorben.

Bei schweren Gefechten in der Ostukraine sind mindestens 20 Menschen getötet und weitere mehr als 40 verletzt worden. Nach Angaben der prowestlichen Regierung in Kiew starben innerhalb von 24 Stunden 13 Soldaten bei Kämpfen mit moskautreuen Separatisten. Mindestens 20 weitere Armee-Angehörige seien verletzt worden, sagte Militärsprecher Wladimir Polewoi am Sonntag in Kiew.

Im Raum Donezk starben den Aufständischen zufolge vier Zivilisten. Mindestens 19 Bewohner wurden verletzt. In der benachbarten Separatistenhochburg Lugansk kamen demnach drei Zivilisten ums Leben. Zudem seien einige Bewohner in der Region verletzt worden.

Erbitterte Kämpfe lieferten sich Regierungseinheiten und militante Gruppen um den strategischen Verkehrsknotenpunkt Debalzewo bei Donezk. Seit April starben bei dem Konflikt in der Ostukraine den Vereinten Nationen zufolge bereits mehr als 5000 Menschen.

Bei einem Protest vor der russischen Botschaft in Kiew stellten Demonstranten zahlreiche Kreuze vor dem Gebäude auf. Dies stehe für die „von Russland verursachten“ Opfer des Raketenangriffs vom 24. Januar auf die Hafenstadt Mariupol, sagte ein Redner der Agentur Tass zufolge. Für die Attacke mit mindestens 30 Toten und 100 Verletzten machen sich die Konfliktparteien gegenseitig verantwortlich.

OSZE-Mitteilung

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

ZDF-„Politbarometer“: SPD verliert weiter an Zustimmung
Bis zum Wahltag will der SPD-Kanzlerkandidat Schulz unverzagt kämpfen, das hatte er angekündigt. Eine Umfrage dürfte ihm wenig Freude bereiten.
ZDF-„Politbarometer“: SPD verliert weiter an Zustimmung
Weitere Festnahme nach Londoner U-Bahn-Anschlag
Hinter dem U-Bahn-Anschlag in London könnte ein ganzes Netzwerk stecken. Die Polizei nahm einen weiteren Verdächtigen fest.
Weitere Festnahme nach Londoner U-Bahn-Anschlag
UN-Versammlung: Gabriel wettert gegen Trumps „nationalen Egoismus“
Bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel klare Worte gefunden und die Politik des US-Präsidenten Donald Trump …
UN-Versammlung: Gabriel wettert gegen Trumps „nationalen Egoismus“
175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen
Deutlich mehr Pflege - das bringt die jüngste Reform. Die Erwartungen scheinen sogar übertroffen zu werden.
175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen

Kommentare