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Der aus nordkoreanischer Haft entlassene US-Student Otto Warmbier ist tot.

In Nordkorea gefangen

Otto Warmbier: Aus Haft entlassener US-Student ist tot

Der aus nordkoreanischer Haft entlassene US-Student Otto Warmbier ist tot. Das teilte seine Familie am Montag mit.

Washington - Der kürzlich von Nordkorea freigelassene US-Student ist tot. Otto Frederick Warmbier sei in einem Krankenhaus in seiner Heimatstadt Cincinnati gestorben, teilte seine Familie am Montag mit. Warmbier, der zuletzt im Koma gelegen hatte, war kürzlich von Nordkorea aus "humanitären Gründen" freigelassen worden.

Am Dienstagabend war Warmbier in seine Heimat Ohio zurück. Auf einer Trage liegend, die Haare kurz geschoren, mit einem Schlauch in der Nase.

Ärzte beschrieben die Verletzungen in seinem Gehirn als gravierend. Der 22-Jährige habe großflächige Schäden am Hirngewebe davongetragen, erklärt der Mediziner Daniel Kanter. Warmbier befinde sich in einem Zustand „reaktionsloser Wachheit“. Er könne seine Augen öffnen und blinzeln. Auf Aufforderungen reagiere er aber nicht. Es gebe keine Hinweise, dass er sie verstehe.

Wie der Student in diesen Zustand kommen konnte, darüber wollen die Ärzte nicht spekulieren. Man habe seinen Körper untersucht und keine Frakturen festgestellt, die ein Beweis für Schläge sein könnten, sagt Kanter. Die Verletzungen in seinem Gehirn wiesen darauf hin, dass die Sauerstoffzufuhr durch einen Atemstillstand unterbrochen worden sei. Was dazu geführt habe, sei aber unklar.

Otto Warmbier ist tot: Über ein Jahr Haft in Nordkorea

Otto Warmbier war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Davon verbrachte er 17 Monate in Nordkorea, ehe er am Dienstag im Koma liegend in die USA zurückgebracht wurde. Vorausgegangen waren intensive diplomatische Bemühungen von US-Außenminister Rex Tillerson und dem schwedischen Außenministerium, das die Interessen der USA in Nordkorea vertritt.

Ihm wurden Straftaten gegen den nordkoreanischen Staat vorgeworfen. Konkret soll er in einem Hotel ein Plakat von der Wand genommen haben, um es zu stehlen. Die Familie hält das für vorgeschoben.

Die Eltern hätten vor einer Woche erfahren, dass ihr Sohn seit fast 15 Monaten im Koma liegt. Die Begründung der nordkoreanischen Seite, er sei an Botulismus erkrankt und nach Einnahme einer Schlaftablette nicht mehr aufgewacht, hält der Vater für nicht glaubwürdig. „Daran glauben wir nicht“, sagte er.

Sein Sohn habe unter einem „brutalen, terroristischen Regime“ gelitten, sagte Fred Warmbier. „Keine andere Familie sollte das erleiden, was den Warmbiers zustieß“, betonte er weiter.

 

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