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Eine Mohammed-Zeichnung in einer palästinensischen Zeitung sorgt für eine heftige Debatte.

Positive Darstellung in Zeitung

Palästina: Debatte um Mohammed-Zeichnung

Jerusalem - Eine positive Darstellung des muslimischen Propheten Mohammed in einer palästinensischen Zeitung sorgt im Westjordanland für heftige Diskussionen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ordnete am Dienstag eine Untersuchung gegen die in Ramallah herausgegebene Tageszeitung "Al-Hajat al-Dschahida" an, in der die Abbildung des Propheten als Lichtgestalt am Sonntag erschienen war. Am Mittwoch berichtete die israelische Zeitung "Haaretz", die Verantwortlichen für die Veröffentlichung würden entlassen. Bildliche Darstellungen des Propheten sind im Islam verboten.

Die Zeichnung stellt einen auf der Weltkugel stehenden Mann dar, der aus einer herzförmigen Schultertasche die Saat der Liebe verstreut. Vor allem die Lichtaura hinter dem Mann führt zu der Interpretation, dass es sich um Mohammed handelt. Der Autor, Karikaturist Mohammed Sabaaneh, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Zeichnung werde fehlinterpretiert. Er wolle den Islam verteidigen, "indem ich die gleichen Methoden benutze wie diejenigen, die ihn verunglimpfen, nämlich Karikaturen".

Die Darstellung des Propheten Mohammed auf dem Titel des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" hatte eine Woche nach dem Attentat auf die Redaktion im Januar Empörung in der muslimischen Welt ausgelöst. Sabaneeh sagte AFP, er verabscheue Gewaltakte auch gegen Karikaturisten, die den Propheten beleidigten. "Wir müssen Ideen mit Ideen, Zeichnungen mit Zeichnungen bekämpfen, nicht mit Mord", sagte er.

Satiremagazin "Charlie Hebdo" macht Pause

AFP

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