Im Westjordanland

Palästinenser rammt israelische Soldaten - Berichte: zwei Tote

Im besetzten Westjordanland kommt es erneut zu einem blutigen Anschlag. Ein Palästinenser rammt mit seinem Auto israelische Soldaten. Die Zahl der Toten bleibt zunächst unklar.

Tel Aviv - Ein Palästinenser hat mit seinem Auto eine Gruppe israelischer Soldaten im nördlichen Westjordanland gerammt. Zwei von ihnen sind nach Medienberichten getötet worden. Der palästinensische Angreifer sei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die israelische Armee am Freitag mit. Er werde befragt. Es gebe mehrere Opfer. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas sowie der Islamische Dschihad lobten den Angriff.

Die „Jerusalem Post“ schrieb, die Sicherheitskräfte hätten den Attentäter außer Gefecht gesetzt. Die Armee teilte mit, der Angreifer habe Soldaten attackiert, die Strecken in der Nähe der israelischen Siedlung Mevo Dotan gesichert hätten.

Palästinensische Medien hatten zunächst von Autounfall berichtet

Ein Sprecher der Hamas teilte mit, der Angriff sei offenbar eine Reaktion auf 100 Tage Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA. US-Präsident Donald Trump hatte am 6. Dezember die umstrittene Anerkennung verkündet.

Am Freitag kam es zudem im Westjordanland und am Rande des Gazastreifens vermehrt zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Hunderte Palästinenser protestierten gegen die Entscheidung der USA.

Im Dezember war es zu teilweise blutigen Unruhen in den Palästinensergebieten gekommen. Die Lage hatte sich aber bereits Anfang des Jahres wieder weitgehend beruhigt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Wisam Hashlamoun (Symbolbild)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Zombie-Premierministerin“: Britische Presse attackiert May nach Brexit-Debakel - Schotten fordern neue Volksabstimmung
Die Abstimmung über den Brexit-Deal endete im britischen Unterhaus mit einem „No“. Es war eine Niederlage für Theresa May, die nun unter Druck ist und sich am Abend dem …
„Zombie-Premierministerin“: Britische Presse attackiert May nach Brexit-Debakel - Schotten fordern neue Volksabstimmung
Nach Angriff auf AfD-Politiker Magnitz - Gutachten: Verletzungen eher auf Sturz zurückzuführen
Nach dem Überfall auf AfD-Politiker Frank Magnitz wurde das Video der Tat veröffentlicht. Magnitz äußerte nun einen Verdacht, wer den Angriff verübt haben könnte. 
Nach Angriff auf AfD-Politiker Magnitz - Gutachten: Verletzungen eher auf Sturz zurückzuführen
Neue Wendung beim Hackerangriff: Datendieb (20) hatte wohl Helfer
Nach dem Hackerangriff werden immer mehr Details über den Datendieb und sein Vorgehen bekannt. Doch nun kommen Zweifel auf, ob der 20-Jährige wirklich ein Einzeltäter …
Neue Wendung beim Hackerangriff: Datendieb (20) hatte wohl Helfer
Kommentar zum Brexit-Desaster: Auch Brüssel sollte sich bewegen
Brüssel muss seine starre Haltung aufgeben und London entgegenkommen, meint Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur, zum Brexit-Desaster.
Kommentar zum Brexit-Desaster: Auch Brüssel sollte sich bewegen

Kommentare