Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca.

Durch Journalistenkonsortium

Rohdaten der Panama Papers im Netz veröffentlicht

Panama-Stadt - Die Berichte über Hunderttausende Briefkastenfirmen haben die globale Finanzwelt erschüttert. Nun sind die Informationen frei im Internet. Jeder soll sich in den Datenmengen ein Bild der Geschäfte von Firmen, Stiftungen und Treuhandfonds machen können.

Das internationale Journalistenkonsortium ICIJ hat am Montag umfassende Daten aus den "Panama Papers" über ausländische Briefkastenfirmen veröffentlicht. Der ins Netz gestellte Datensatz decke den wichtigsten Teil der 11,5 Millionen Unterlagen ab, die von der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca durchgesickert waren, teilte der ICIJ mit. Er beinhalte die Namen von mehr als 200.000 Personen oder Unternehmen, die sich hinter den Offshore-Firmen verbergen.

Die Firmen sind verstreut auf 21 Steuerparadiese von den britischen Jungferninseln über den US-Staat Nevada bis nach Hongkong. ICIJ-Chef Gerard Ryle begründete die Veröffentlichung mit dem Gebot der Transparenz. Und er erhofft sich auch weitere Enthüllungen mit Hilfe der Zivilgesellschaft, der der gewaltige Datensatz nun zur Verfügung stehe, wie er der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Die Datensätze der "Panama Papers" waren der Süddeutschen Zeitun g zugespielt worden, die sich daraufhin an das ICIJ gewandt hatte, um deren weltweite Auswertung zu organisieren. Durch die "Panama Papers" wurde enthüllt, wie die in dem zentralamerikanischen Land angesiedelte Kanzlei Mossack Fonseca Spitzenpolitikern, Sportstars und anderen Prominenten dabei half, Steuern zu vermeiden.

Poroschenko, Gribkowsky und ein Ex-Bundesliga-Trainer: Sie tauchen in den "Panama Papers" auf

In Island brachten die Informationen den Ministerpräsidenten zu Fall, auch der britische Regierungschef David Cameron kam in Erklärungsnot, weil er bis zum Amtsantritt offshore investiert hatte. Auch zahlreiche deutsche Banken tauchen in den "Panama Papers" auf.

Ende April hatte sich Kanzlerin Angela Merkel in das Thema eingeschaltet. Es solle ein schnelles Steuerabkommen mit Panama geschaffen werden.

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