Nato tritt Koalition im Kampf gegen den IS bei

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Merkur-Reporter Jonas Regauer in Bangkok

Jonas Regauer vor Ort

Merkur-Reporter: "Lage in Bangkok hochexplosiv"

Bangkok - Die Situation bei den Massenprotesten in Bangkok ist hoch explosiv. Oft genügt eine Kleinigkeit und die Situation gerät außer Kontrolle. Das hat Merkur-Reporter Jonas Regauer hautnah miterlebt.

Es wirkt wie eine Szene aus einem Hollywood-Film. Hunderte Menschen rennen panisch durch eine Straße im Bangkoker Stadtteil Silom. Sie fürchten um ihr Leben und halten sich mit beiden Händen die Ohren zu. In der Straße, in der wenige Minuten vorher noch ein Nachtmarkt in vollem Gange war, wurde ein herrenloser Gegenstand gefunden. Sogleich hat die Polizei einen Teil der Straße abgesperrt und die Menschen aufgefordert, den Platz zu räumen. Viele rennen gleichzeitig davon, chaotische Szenen spielen sich ab.

Die Polizei will sicher gehen, dass es sich nicht um eine Bombe handelt. Die gerade noch so belebte Straße ist im Nu menschenleer. Nur noch einige Polizisten stehen hinter der Absperrung und halten die Menschen von der möglichen Gefahr fern.

Lesen Sie auch: Demonstranten stellen Ultimatum in Bangkok

Gut 500 Meter weiter toben die Massenproteste. Die Menschen dort wissen nichts von der gesperrten Straße oder dem herrenlosen Gegenstand und demonstrieren weiter gegen die Regierung. Rund zwei Stunden später ist die Straße wieder geöffnet und die Polizei gibt Entwarnung.

Die Stadt ist vergleichbar mit einem Pulverfass. Es genügt schon eine Kleinigkeit und die Proteste laufen aus dem Ruder. Die Polizei und das Militär sind in Alarmbereitschaft und nehmen jeden Hinweis ernst. Zum Beispiel in der Sky-Train-Station Phrom Pong im Zentrum Bangkoks wurde das Sicherheitspersonal seit Montag schon zwei Mal auf herrenlose Gegenstände aufmerksam. Doch auch hier konnte schnell Entwarnung geben werden.

Massenprotest: Bangkok im Ausnahmezustand

Riesenprotest: Bangkok im Ausnahmezustand

In Bangkok herrschen teils chaotische Zustände. Taxifahren etwa, ist nur noch schwer möglich. Daher sind die öffentlichen Verkehrsmittel, wie der Sky-Train und die Ubahn, in der Stadt völlig überfüllt. Viele Taxifahrer sind sauer auf die Demonstranten, weil sie wegen ihnen kein Geschäft mehr machen. Die Straßen sind einfach zu verstopft, Kreuzungen sind von Demonstranten blockiert. 

An Touristenattraktionen wie zum Beispiel dem Königspalast ist hingegen viel weniger los als sonst. Viele Reisende meiden Bangkok derzeit - aus Angst. Normalerweise herrscht hier Hochbetrieb, lange Schlangen drängen sich gewöhnlich vor den Eingängen. Die Zäune von Regierungsgebäuden sind aus Angst vor Übergriffen mit viel Stacheldraht verstärkt worden.

Jonas Regauer

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