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Geschichtsträchtiger Papstbesuch im immer wieder von Konflikten erschütterten Land Kolumbien.

Appell an die Vernunft 

Papst-Besuch in Kolumbien: Aufruf zur Versöhnung

Dank Hurrikan „Irma“ war lange nicht sicher, ob er sein Ziel überhaupt erreichen würde. Als er schließlich doch in Kolumbien gelandet war, sprach der Papst eine Mahnung aus. 

Papst Franziskus hat bei seinem ersten Besuch in Kolumbien zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. Das katholische Kirchenoberhaupt appellierte am Donnerstag in der Hauptstadt Bogotá an die Menschen, die gut fünf Jahrzehnte des Bürgerkriegs hinter sich zu lassen. Die Kolumbianer dürften nicht der "Versuchung der Rache" erliegen, sondern sollten "die Wunden heilen und Brücken bauen", sagte der Papst. Franziskus sprach vor rund 700 Menschen, die sich nach seinem Treffen mit dem kolumbianischen Staatschef Juan Manuel Santos vor dem Präsidentenpalast versammelt hatten. 

Anerkennung als höchstes Gut menschlichen Miteinanders

Der aus Argentinien stammende Papst betonte: "Je schwieriger der Weg des Friedens und der Versöhnung ist, desto mehr müssen wir uns bemühen, den Anderen anzuerkennen." "Kein einziges weiteres Leben" dürfe der Gewalt zum Opfer fallen, mahnte der Papst. Auch Präsident Santos rief die Kolumbianer zur Mitmenschlichkeit auf: "Ein Friedensschluss ist nichts wert, wenn wir uns weiterhin gegenseitig als Feinde betrachten", sagte er. Im November 2016 hatte Bogotá nach gut einem halben Jahrhundert ein historisches Friedensabkommen mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc), der größten Guerillagruppe des Landes, geschlossen. 

Erst am Montag hatte sich auch die letzte aktive Rebellengruppe ELN mit der Regierung auf eine Waffenruhe verständigt. Im Verlauf des Donnerstags wollte Franziskus im Park Bolivar in Bogotá vor rund 660.000 Menschen sprechen. Im Rahmen seines fünftägigen Besuchs wird er auch in die Städte Villavicencio, Medellín und Cartagena reisen. Die Veranstalter erwarten insgesamt Millionen Gläubige.

AFP

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