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Papst Franziskus empfängt Bundeskanzlerin Merkel in Rom.

Kanzlerin in Rom

Privataudienz: Merkel bei Papst Franziskus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist im Vatikan mit Papst Franziskus zusammengetroffen. Der Papst empfing Merkel am Samstagvormittag zu einer Privataudienz im Apostolischen Palast.

Rom/Vatikanstaat - „Danke, dass ich wieder hier sein kann“, so die ersten Worte Merkels. Nach der offiziellen Begrüßung zogen sich beide um kurz nach 10.00 Uhr zum Gespräch in die päpstliche Privatbibliothek zurück. Die Bundeskanzlerin will mit Franziskus nach Regierungsangaben die Schwerpunkte der deutschen G20-Präsidentschaft erörtern. Die Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer treffen sich vom 7. bis zum 8. Juli in Hamburg.

Anschließend führt Merkel Gespräche mit den beiden wichtigsten vatikanischen Außenpolitikern, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Außenminister Erzbischof Paul Gallagher. Am Mittag ist in Rom eine Begegnung mit den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschaftern der G20-Staaten geplant. Sie findet in der Residenz der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl statt.

Die Bundeskanzlerin war am Freitagnachmittag gemeinsam mit ihrem Ehemann Joachim Sauer nach Rom gereist. Den ursprünglich geplanten Besuch einer Sonderausstellung im Vatikan über die Menorah, den siebenarmigen jüdischen Leuchter, sagte Merkel kurzfristig ab, nachdem sie die Nachricht vom Tod Helmut Kohls erhalten hatte.

Merkel und Franziskus mit ähnlichen Ansätzen

Die Positionen des Papstes und der Bundeskanzlerin in Bezug auf den Klimaschutz und die Flüchtlingspolitik liegen nahe beieinander. In Berlin vermuten politische Beobachter, dass Franziskus der Kanzlerin eine Botschaft für den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg mitgeben könnte, um ihre nach dem Ausscheren der USA aus dem Pariser Klimavertrag schwächer gewordene internationale Position zu stärken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel fühlt sich nach dem Besuch beim Papst für den Kampf gegen die Armut in Afrika und für den Klimaschutz gestärkt. „Und er hat mich ermutigt, auf diesem Weg weiterzugehen. Genauso, wie für internationale Abkommen zu kämpfen“, sagte die CDU-Politikerin am Samstag im Vatikan nach ihrer bereits vierten Privataudienz bei dem Katholiken-Oberhaupt. Dass sie bei dem bevorstehenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg Afrika in den Mittelpunkt stelle, habe der Papst begrüßt.

Die Papstaudienz für die deutsche Bundeskanzlerin ist bereits die vierte. Zuletzt waren die beiden aus Anlass der Karlspreisverleihung im Mai 2016 im Vatikan zusammengetroffen. Ferner gab es noch zwei kurze Begegnungen: bei der Amtseinführung von Franziskus im März 2013 sowie vor knapp drei Monaten beim EU-Jubiläumsgipfel in Rom.

kna/dpa

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