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Papst Franziskus fordert mehr Mitgefühl für Flüchtlinge.

Drittes Apostolisches Schreiben

Papst wirbt für Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen

Am Montag veröffentlichte Papst Franziskus sein drittes Schreiben. Darin berührt das Oberhaupt der katholischen Kirche unter anderem die Flüchtlingskrise und fordert mehr Mitgefühl.

Rom - Papst Franziskus hat die Katholiken in einem neuen Lehrschreiben zu mehr Mitgefühl für Flüchtlinge aufgefordert und entschieden für eine Willkommenskultur geworben. "Einige Katholiken betrachten die Lage von Migranten als nebensächliches Thema", kritisierte der Papst in dem am Montag veröffentlichten Dokument. Eine solche Haltung sei aber allenfalls bei einem "um seinen Erfolg besorgten Politiker" verständlich - "aber nicht bei einem Christen", mahnte der Papst.

Zu einem Christen passe nur die Haltung, "sich in die Lage des Bruders und der Schwester zu versetzen, die ihr Leben riskieren, um ihren Kindern eine Zukunft zu bieten", erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche in seinem dritten Apostolischen Schreiben.

Darin zitiert der Papst unter anderem eine Passage aus dem Alten Testament, in der die Aufnahme von Fremden gefordert wird. Es handele sich bei einer offenen Haltung gegenüber Flüchtlingen also "nicht um die Erfindung eines Papstes oder um eine momentane Begeisterung", hielt Franziskus seinen Kritikern entgegen.

„Gaudete et exultate“

Papst Franziskus hat seit seinem Amtsantritt im März 2013 immer wieder auf das Leid von Migranten aufmerksam gemacht und mehr Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise verlangt. Im April 2016 besuchte er Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos und nahm drei muslimische Familien aus Syrien mit in den Vatikan.

Mit seiner Haltung stieß Franziskus immer wieder auf Kritik in rechtskonservativen Kreisen in Politik und Kirche. Dieser Kritik trat der Papst in seinem neuen Lehrschreiben nun direkt entgegen.

In dem Schreiben mit dem Titel "Gaudete et exultate" (Freut euch und jubelt) bekräftigte der Papst zudem die ablehnende Haltung der katholischen Kirche zur Abtreibung. Die "Verteidigung des ungeborenen unschuldigen Lebens" müsse "klar, fest und leidenschaftlich" sein, forderte der Papst. Das "Leben der Armen" sei aber "gleichermaßen heilig".

afp

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