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Papst Franziskus (links) hat den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, nach Rom zitiert.

Es gibt Gesprächsbedarf

Streit um Kommunion: Papst Franziskus zitiert Kardinal Marx nach Rom

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Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, im Streit um die Kommunion für evangelische Christen nach Rom zitiert.

Update vom 24. April 2018: Es bleibt spannend: Wurde dem Kölner Stadtanzeiger, der den Streit innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz aufdeckte, das Schreiben der Revoluzzer Bischöfe direkt von der DBK zugespielt, wie kath.net berichtet?

Rom - Marx habe "der Wunsch des Heiligen Vaters erreicht, wonach dieser vorschlägt, in der Sache ein Gespräch in Rom zu führen", erklärte die Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn. Diesen Wunsch des Papsts begrüße der Kardinal ausdrücklich.

Der Streit dreht sich um einen Beschluss der deutschen Bischöfe vom Februar, laut dem bei Ehepartnern verschiedener Konfession künftig in Einzelfällen auch der protestantische Partner die Kommunion empfangen darf. Wegen dieses von ihnen abgelehnten Beschlusses wandten sich sieben deutsche Bischöfe an den Papst. Die Bischofskonferenz bestritt am Donnerstag Medienberichte, wonach die umstrittene Handreichung im Vatikan oder vom Papst abgelehnt worden sei.

Amerikanischer Vatikan-Experte: Vorstoß der DBK zur Kommunion abgelehnt

Ob das so stimmt, ist noch unklar: Zunächst hatte das Nachrichtenportal kath.net am Mittwoch berichtet, dass der Vatikan und Papst Papst Franzikus die Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz über die Zulassung evangelischer Ehepartner zur katholischen Eucharistie „im Einzelfall“ ablehnen. Wie der US-Vatikanexperte Edward Pentin erfahren haben will, ist diese Meldung korrekt. Allerdings wünsche Papst Franziskus nicht dass Brief des Vatikans, in dem die Ablehnung formuliert ist, veröffentlicht werde.   

Kath.net legte am Freitag nochmals nach und zitierte einen „Insider aus Deutschland, der auch den Inhalt des Briefes der Glaubenskongregation kennt“. Dieser bestätigte die Ablehnung des Kommunion-Vorstoßes und bezeichnete die Pressemeldung der DBK, wonach es keine Ablehnung gebe, als „Nebelkerze“.

Ablehung von Kommunion-Vorstoß durch den Papst: Unterschiedliche Berichte

Somit stehen zwei komplett unterschiedliche Berichte im Raum. Wie die Bischofskonferenz am Donnerstag außerdem vermeldete, konnten die Bischöfe bis Ostern ihre Änderungsvorschläge zu der Handreichung einreichen. Es seien Hinweise eingegangen, diese seien in den Text eingearbeitet worden. Eine neue Abstimmung soll es aber nicht geben - nach dem Beschluss der Frühjahrsvollversammlung will Marx zusammen mit dem Vorsitzenden der Glaubenskommission und dem Vorsitzenden der Ökumenekommission die finale Fassung beschließen.

Den Angaben zufolge wird Kardinal Marx den Ständigen Rat der Bischofskonferenz in seiner turnusmäßigen Sitzung am kommenden Montag über den aktuellen Sachstand informieren. Die Bischofskonferenz betonte, dass mehr als drei Viertel der Bischofskonferenz der Handreichung im Februar zugestimmt hätten. Allerdings ist unter den Kritikern mit dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki der Kopf des größten deutschen Bistums.

Die Kritiker der Handreichung hatten erklärt, sie wollten unter anderem Antwort darauf, wie weit die Kompetenzen einer Bischofskonferenz reichten in Angelegenheiten, die die ganze Kirche angehen. Weltweit gibt es etwa 20 Handreichungen von Bischöfen oder Bischofskonferenzen zum Kommunionsempfang für nicht-katholische Ehepartner. In den vergangenen 20 Jahren wurden diese Regelungen vom Vatikan gebilligt. Unklar ist, ob die deutsche Regelung weitgehender ist als die Regelungen anderer Länder.

AFP/fro

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