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"Ich glaube, es ist nicht richtig, den Islam mit Gewalt zu identifizieren. Das ist nicht gerecht und es stimmt nicht", sagt Papst Franziskus. Foto: Daniel Dal Zennaro

Papst: Islam ist nicht Terrorismus

Europa ist nach etlichen islamistischen Anschlägen verunsichert. Jetzt warnt der Papst vor voreiligen Schuldzuweisungen.

Rom (dpa) – Nach mehreren islamistischen Anschlägen hat Papst Franziskus davor gewarnt, den Islam mit Terrorismus gleichzusetzen. "Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen", sagte das Oberhaupt der Katholiken auf dem Flug vom Weltjugendtag in Krakau nach Rom.

Auch Katholiken begingen Verbrechen. Er lese jeden Tag in den Zeitungen von Gewalttaten in Italien, "und das sind getaufte Katholiken, es sind gewalttätige Katholiken", fuhr er fort. "Ich glaube, es ist nicht richtig, den Islam mit Gewalt zu identifizieren. Das ist nicht gerecht und es stimmt nicht."

In jeder Religionsgruppe gebe es eine kleine Gruppe Fundamentalisten. "Die haben wir auch", so der Papst. Nicht alle Muslime seien gewalttätig, und nicht alle Katholiken. Auch wenn es fundamentalistische Gruppen wie den sogenannten Islamischen Staat gebe: "Man kann nicht sagen, dass der Islam terroristisch ist."

Terrorismus wachse dort, wo es keine anderen Optionen gebe. Dort, "wo der Gott des Geldes" regiert. "Wie viele jungen Leute haben wir Europäer ohne Ideale gelassen, die keine Arbeit haben, die Drogen konsumieren oder Alkohol." In solch einem Umfeld würden sich junge Leute fundamentalistischen Gruppen anschließen.

In einer katholischen Kirche in Nordfrankreich hatten zwei Islamisten vergangene Woche Geiseln genommen und einen Priester ermordet. Der Vatikan hatte das scharf verurteilt.

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