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Papst Franziskus.

Aufruf an die Kirche

Papst: Jede Pfarrei, jedes Kloster soll Flüchtlinge aufnehmen

Rom - Papst Franziskus hat angesichts der Flucht Zehntausender Menschen nach Europa Pfarreien und Gemeinden zu mehr Solidarität und Hilfe aufgerufen.

„Ich appelliere an alle Pfarreien, religiösen Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsorte in ganz Europa (...), eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom. „Angesichts der Tragödie von zehntausenden Flüchtlingen, die wegen Tod, Krieg und Hunger fliehen“, müsse man den Menschen beistehen und ihnen konkrete Hoffnung geben, forderte der 78-Jährige.

„Jede Pfarrei, jede religiöse Gemeinschaft, jedes Kloster, jeder Wallfahrtsort in Europa nimmt eine Familie auf, beginnend in meiner Diözese in Rom“, sagte Franziskus. Auch die Pfarreien des Vatikans sollten in den nächsten Tagen Familien aufnehmen. Der Papst appellierte an Bischöfe in ganz Europa, sich dem anzuschließen. Auch mit Blick auf das im Dezember beginnende außerordentliche Heilige Jahr seien „konkrete Gesten“ notwendig, sagte der Pontifex.

Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. verfolgen das Schicksal der Flüchtlinge nach Angaben von Erzbischof Georg Gänswein aufmerksam. „Papst Benedikt nimmt das zur Kenntnis, schaut hin, macht sich Sorgen und betet viel. Das gleiche gilt für Franziskus, wir tauschen uns jeden Tag aus“, sagte der Vertraute von Benedikt und Präfekt des Päpstlichen Hauses der Nachrichtenagentur Ansa.

dpa

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