Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

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"Die Christen sollten dafür um Vergebung bitten, dass sie viele falsche Entscheidungen begleitet haben", sagte Papst Franziskus auf dem Rückflug aus Armenien.

"Viele falsche Entscheidungen"

Papst: Kirche sollte Homosexuelle um Vergebung bitten

Rom - Die Kirche sollte sich nach Worten von Papst Franziskus bei Homosexuellen, Armen und anderen vernachlässigten Menschen entschuldigen.

"Die Christen sollten dafür um Vergebung bitten, dass sie viele falsche Entscheidungen begleitet haben", sagte das katholische Kirchenoberhaupt auf dem Rückflug von seiner dreitägigen Armenienreise, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. "Wir Christen müssen uns für so viele Dinge entschuldigen, nicht nur dafür, und wir müssen um Vergebung bitten", sagte der Papst weiter. Er schloss demnach auch vergewaltigte Frauen und ausgebeutete Kinder mit ein.

"Die Frage ist: Wenn eine Person, die so beschaffen ist, einen guten Willen hat und nach Gott sucht, wer sind wir, darüber zu urteilen?", sagte der Papst und wiederholte damit seine Worte aus der Anfangszeit seiner Amtszeit. Franziskus verwies auch auf andere benachteiligte Gruppen. 

2013 hatte Franziskus gesagt: "Wenn jemand homosexuell ist und guten Willens nach Gott sucht, wer bin ich, darüber zu urteilen?" Die Äußerung war als Anzeichen dafür interpretiert worden, dass der Vatikan unter seiner Leitung eine tolerantere Haltung gegenüber Homosexuellen einnehmen könnte. Sie war von konservativen Vertretern der Kirche umgehend kritisiert worden.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßte die Äußerungen des Papstes, "die die Verantwortung für Ausgrenzung und Diskriminierung von Lesben und Schwulen eingesteht". Worte allein reichten aber nicht. Der Vatikan müsse "aktive Reue an den Tag legen" und die Kampagnen der katholischen Kirche beenden, die sich gegen die Menschenrechte von Lesben und Schwulen richteten. Große Teile der katholischen Kirche bekämpften bis heute hartnäckig jede rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren und diffamierten Schwule und Lesben als Gefahr für die Gesellschaft, kritisierte der Verband.

dpa

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