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Papst Franziskus wurde von den Gläubigen in Armenien begeistert empfangen.

Kirchenoberhaupt spricht Klartext

Papst stuft Massaker an Armeniern erneut als "Völkermord" ein

Jerewan - Bei einem Besuch in Armenien hat Papst Franziskus das Massaker an den Armeniern erneut als "Völkermord" eingestuft.

„Diese Tragödie, dieser Genozid, hat leider die traurige Liste der entsetzlichen Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts eröffnet, die von anormalen rassistischen, ideologischen oder religiösen Motivationen ermöglicht wurden“, sagte Franziskus am Freitag bei einem Treffen mit Präsident Sersch Sargsjan in dessen Palast in der Hauptstadt Eriwan, wie Radio Vatikan berichtete. Und weiter: Die Motivationen hätten den „Geist der Menschenschinder“ so weit verdunkelt, „dass sie sich das Ziel setzten, ganze Völker auszurotten“. Der Begriff „Genozid“ war im vorab verteilten Redemanuskript nicht explizit enthalten.

Mit Spannung war erwartet worden, ob Franziskus trotz eines möglichen Konflikts mit der Türkei die Verfolgung der Armenier im Ersten Weltkrieg wie schon 2015 als Völkermord bezeichnen würde. Die Türkei lehnt den Begriff ab. Bei den Massakern im Osmanischen Reich wurden schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Franziskus hatte vergangenes Jahr in einer Predigt vom „ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts“ gesprochen. Daraufhin hatte die Türkei den Vatikan-Botschafter ins Außenministerium in Ankara einbestellt.

dpa

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