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AfD-Chef Stefan Keuter (2.v.r.) sieht seine Partei „massiv um Stimmen betrogen“.

Partei spricht von „Wahlfälschung“

AfD fordert Neuauszählung der NRW-Landtagswahl

Knapp zweieinhalb Monate nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen fordert die AfD in dem Bundesland eine Neuauszählung aller Stimmen. Die Partei sei „massiv um Stimmen betrogen“ worden.

Düsseldorf - Das behauptete zumindest der Essener AfD-Chef Stefan Keuter am Donnerstag vor Journalisten in Düsseldorf. Es gehe im Ergebnis um mehr als ein Mandat. Die AfD war bei der Wahl am 14. Mai mit 16 Abgeordneten in den Landtag eingezogen.

Man habe Nachweise für Manipulationen und „landesweite systemische Fehler“, sagte der von der AfD beauftragte Anwalt Christian Bill. „Man könnte auch sagen, es handelt sich um Wahlfälschung.“

Dem Landtagspräsidium hat die Alternative für Deutschland bereits eine 80 Seiten umfassende Einspruchschrift zugeleitet. Der Landeswahlausschuss hatte bereits kurz nach der Wahl Ungenauigkeiten zu Ungunsten der AfD festgestellt. Ihr Zweitstimmen-Ergebnis war um 2204 auf 626.756 Stimmen nach oben korrigiert worden. Es blieb dennoch bei 7,4 Prozent - für einen 17. Landtagssitz fehlen rund 9800 weitere Stimmen.

Lesen Sie auch: Vier Gründe, warum die NRW-Wahl besonders war

dpa

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