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Ingo Appelt ist seit 35 Jahren SPD-Mitglied - der Komiker fordert von seiner Partei einen Neuanfang.

Seit 35 Jahren Genosse

Parteimitglied Ingo Appelt ohne Mitleid: „Die SPD kann ruhig sterben“

Ingo Appelt ist seit 35 Jahren Mitglied der SPD. Der Komiker glaubt aber nicht, dass die Sozialdemokratie überleben wird - und fordert trotzdem einen Neuanfang.

Berlin - Ingo Appelt glaubt nicht, dass die Sozialdemokratie überleben wird. Das sagte der Komiker dem Nachrichtenmagazin FOCUS. Appelt selbst ist seit 35 Jahren Mitglied in der SPD. Trotzdem findet er: „Die SPD kann ruhig sterben. Die Frage ist, was nach ihr kommt.“ 

Ingo Appelt: Komiker machte Wahlkampf für Martin Schulz

Vor zwei Jahren machte der 52-Jährige sogar Wahlkampf für den ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz - aber: „Die SPD ist im Niedergang. Das tut weh, es ist hoffnungslos. Ich bin seit 35 Jahren Mitglied. Ich habe mich immer gerne für die SPD eingesetzt. Aber man will ja nicht immer bei den Verlierern stehen“, so Appelt gegenüber dem FOCUS.

Ingo Appelt genervt von SPD-Durchhalteparolen

Der Komiker ist genervt von den ständigen Durchhalteparolen und fordert einen Neuanfang: „Die Führung müsste sich mal hinstellen, laut Hilfe rufen und sagen: Wir sind überfordert. Einfach mal Schwäche eingestehen. Ich ertrage die Durchhalteparolen wie die von Olaf Scholz nicht mehr. Die SPD muss von vorne anfangen“, sagte Appelt. 

Trotz allem will er erstmal weiterhin Mitglied der SPD bleiben: „Wobei mir die Grünen schon sehr gut gefallen. Die haben den kommunistischen Flügel abgedrängt und die Flügelkämpfe beendet. Das ist eine Partei, die fröhlich ist. Das macht mehr Spaß als das ewige Genöle bei der SPD.“

Appelt wurde 2012 von der SPD sogar als Wahlmann in die Bundesversammlung entsandt. Zur damaligen Wahl von Joachim Gauck als Bundespräsident hatte er eine klare Meinung. Appelt hat Martin Schulz zwar unterstützt, doch der SPD-Politiker hatte keine Chance: Selten ist ein Politiker so steil aufgestiegen und kurz darauf so tief gefallen wie Martin Schulz. Die Chronik eines beispiellosen Abstiegs.

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