+
Petra Pau.

Parlament bleibt arbeitsfähig

Bundestag: IT-System-Neustart in der Sommerpause

Berlin - Der Bundestag will die parlamentarische Sommerpause für einen Neustart seines IT-Systems nutzen. Das sagte die Vorsitzende der IT-Kommission des Parlaments, die Linken-Politikerin Petra Pau.

"Sicher ist: Der Bundestag ist arbeitsfähig und wird es auch bleiben, selbst wenn er - aus welchen Gründen auch immer - in der Sommerpause zusammentreten muss", sagte die Vizepräsidentin des Bundestags dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe).  Berichte, wonach ein russischer Geheimdienst hinter dem Cyberangriff auf das Computersystem des Bundestags steckt, wies Pau als pure Spekulation zurück.

Im Mai war ein großangelegter Cyberangriff auf das IT-Netz des Parlaments bekannt geworden. Dabei ist nach bislang vorliegenden Angaben ein hochprofessionelles Programm in das System eingedrungen und hat mehrere angeschlossene Rechner infiziert. Es kam offenbar auch zu Datenabflüssen, die nach Angaben der Bundestagsverwaltung seit zwei Wochen aber wohl gestoppt sind. Es sei aber unklar, ob die Attacke schon beendet sei, sagte Pau.

Nach Darstellung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) deuten Indizien auf einen ausländischen Geheimdienst als Urheber dieser Attacke hin. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die IT-Abteilung des Parlaments arbeiten daran, das System zu bereinigen. Laut Bundestagsverwaltung ist zumindest eine teilweise Neuaufsetzung des Netzes notwendig. Geräte müssten dafür nach jetzigem Stand allerdings nicht ausgewechselt werden, hieß es.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Kenias Opposition will das Wahlergebnis von vor rund einer Woche nicht anerkennen. Die Computer seien manipuliert worden, lautet einer der Vorwürfe. 
Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Nach dem Terroranschlag von Barcelona marschierten Mitglieder der Identitären Bewegung in der Stadt auf. Passanten stellten sich den Rechten entgegen.
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Sein Anschlag tötete 14 Menschen und wollte offenbar noch viel mehr treffen - über den Attentäter von Barcelona gibt es mittlerweile nähere Erkenntnisse.   
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“
Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler zum Boykott bei der Bundestagswahl aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel übt an der Einmischung …
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“

Kommentare