+
Mehrere tausend Pegida-Anhänger kamen auf dem Theaterplatz in Dresden zusammen. Foto: Bernd Settnik

Pegida bringt in Dresden erneut Tausende auf die Straße

Dresden (dpa) - Das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis hat in Dresden erneut Tausende auf die Straße gebracht. Nach Schätzungen der Gruppe Durchgezählt versammelten sich am Abend bis zu 9000 Menschen auf dem Theaterplatz vor der Semperoper.

Erstmals seit längerem regte sich auch in Dresden wieder nennenswerter Gegenprotest: Etwa 250 Demonstranten stellten sich den Pegida-Anhängern entgegen. In Leipzig und Chemnitz gingen ebenfalls Anhänger der örtlichen Pegida-Ableger auf die Straße, mit jeweils nur einigen Hundert Teilnehmern aber deutlich weniger.

In Dresden hielt die Polizei die Lager auf Distanz, als der Pegida-Zug wenige Meter von etwa 250 Gegendemonstranten entfernt vorbeizog. Beide Seiten beschimpften sich. Pegida-Gegner bezogen mit Pfiffen und Trillerpfeifen Stellung gegen Fremdenhass. Die Polizei meldete zunächst keine größeren Zwischenfälle.

Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) verzeichnen vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise seit Wochen wieder Zulauf. Für die Ein-Jahres-Feier zur Pegida-Entstehung am kommenden Montag kündigte Pegida-Chef Lutz Bachmann zahlreiche Gastredner auch aus anderen europäischen Ländern an. Der Bundesregierung warf er vor, mit ihrer Flüchtlingspolitik Europa in einen Bürgerkrieg zu führen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Herrmann fordert Grenzkontrollen im ganzen Bundesgebiet
Pünktlich vor dem CSU-Parteitag fordert Joachim Herrmann mehr Grenzkontrollen in Deutschland. Das Gros der Asylsuchende reise nicht über Österreich ein, sagt er.
Herrmann fordert Grenzkontrollen im ganzen Bundesgebiet
Schuldspruch gegen russischen Ex-Wirtschaftsminister
Moskau (dpa) - Der russische Ex-Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew ist in einem Korruptionsprozess schuldig gesprochen worden. Er habe aus Eigennutz zwei Millionen …
Schuldspruch gegen russischen Ex-Wirtschaftsminister
Nato „ernsthaft besorgt“ über russisches Raketensystem
Die Lage zwischen Russland und dem Westen bleibt angespannt - auch militärisch. Die Nato erhebt jetzt schwere Vorwürfe gegen Russland. Das Bündnis fühlt bedroht.
Nato „ernsthaft besorgt“ über russisches Raketensystem
Merkel-Besuch, GroKo und Kampfkandidaturen: Der CSU-Parteitag im Ticker
Wenn die CSU zum Parteitag lädt, ist Spektakel garantiert. 2017 stehen GroKo-Weichenstellungen, Kämpfe um Posten und Seehofers Wiederwahl auf dem Plan. Alle Infos im …
Merkel-Besuch, GroKo und Kampfkandidaturen: Der CSU-Parteitag im Ticker

Kommentare