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Lutz Bachmann trat mit einer optisch gewöhnungsbedürftigen Brille vor Gericht auf.

Anklage wegen Volksverhetzung

Pegida-Gründer Bachmann vor Gericht: Das sollte seine Brille

Dresden  - Pegida-Chef Lutz Bachmann ist am Dienstag mit einer „Zensurbalken-Brille“ zu seinem Prozess wegen Volksverhetzung ins Dresdner Amtsgericht gekommen.

Auch seine Frau und ein Begleiter hatten sich mit dem schwarzen Augenbalken maskiert, mit dem Menschen auf Pressebildern anonymisiert werden. Bachmann und seine Frau Vicky saßen bis zu Verhandlungsbeginn gemeinsam auch so auf der Anklagebank. Die Kammer hatten dem Wunsch des 43-Jährigen stattgegeben, sie an seiner Seite zu haben. Als die Richter den Saal betraten, legten beide die Brillen ab.

Auf Facebook hatte Bachmann im Vorfeld des Prozesses erklärt, dass man sich „etwas Witziges einfallen lassen will, damit die Presse keine vernünftigen Bilder bekommt“. Der Kopf der islam- und fremdenfeindlichen Protestinitiative ist wegen Volksverhetzung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen vor, Flüchtlinge in Facebook-Kommentaren im September 2014 herabgewürdigt und zum Hass gegen sie angestachelt zu haben. Es geht um Beschimpfungen wie „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“.

Als Zeichen des Widerstands hatte Bachmann zudem eine Zahnbürste in der Brusttasche seiner Jeansjacke, die während der Verhandlung über seiner Stuhllehne hing. Die Idee stammt von Pegida-Wortführerin Tatjana Festerling: um stets für den Fall einer überraschenden Festnahme gewappnet zu sein.

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