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James Mattis (r), Verteidigungsminister der USA, und Wei Fenghe, Verteidigungsminister von China, nehmen die chinesische Ehrengarde bei einer Willkommenszeremonie ab.

James Mattis zu Besuch 

US-Verteidigungsminister in Peking: Beratungen über Umgang mit Nordkorea

US-Verteidigungsminister James Mattis hat zum Auftakt seiner Chinareise Gespräche mit der chinesischen Führung aufgenommen.

Peking - Wie der Staatssender CCTV berichtete, wurde Mattis am Mittwoch in Peking mit militärischen Ehren begrüßt, bevor er sich mit seinem Amtskollegen Wei Fenhge zu Beratungen zurückzog.

Beratungen über Umgang mit Nordkorea

Der chinesische Verteidigungsminister wünschte sich demnach, dass der Besuch von Mattis dazu beiträgt, Spannungen abzubauen und das gegenseitige Vertrauen zu stärken. Mattis ist der erste US-Verteidigungsminister, der in der Amtszeit von Präsident Donald Trump zu Besuch in nach China ist.

Es wird erwartet, dass beide Seiten nach dem historischen Singapur-Gipfel über den weiteren Umgang mit Nordkorea beraten. Während die USA betonen, dass Sanktionen gegen das Land erst nach einem kompletten Abbau seiner Atomwaffen aufgehoben werden sollen, hat China angedeutet, seiner Nachbarnation wieder mehr wirtschaftlichen Spielraum gewähren zu wollen.

Handelszölle belasten das Verhältnis

Das Verhältnis zwischen China und den USA wird derzeit durch einen schweren Handelskonflikt belastet, bei dem sich beide Seiten mit milliardenschweren Strafzöllen drohen, die ab dem 6. Juli in Kraft treten sollen. Auch hat sich zuletzt der Konflikt im Südchinesischen Meer wieder verschärft, weil China dort nach US-Angaben auf den künstlich ausgebauten Riffen der Spratly-Inseln zwischenzeitlich Raketen und Marschflugkörper stationiert hatte.

Die USA und Chinas Nachbarn, die ebenfalls Ansprüche auf die strategisch wichtigen Gewässer erheben, werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor. Als Reaktion hatten die USA China im Mai von dem alle zwei Jahre stattfindenden Rimpac-Manöver (kurz für „Rim of Pacific“) ausgeladen. Mattis soll später am Mittwoch auch Chinas Präsident Xi Jinping treffen.

dpa

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