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Seehofer umringt von Journalisten am Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens.

Ministerpräsident scherzt trotzdem

Pekinger Polizei stoppt Seehofer: Missverständnis?

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Peking - Die Polizei in Peking hat Horst Seehofer und seine Delegation vom Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens verwiesen. Doch der Ministerpräsident ließ sich die Laune nicht verderben.

Eigentlich will Horst Seehofer nur ein paar freundliche Worte in die Kameras sagen, aber dann wird es laut. „No! No!“, rufen herbeieilende Polizisten, „Stop!“ Keine Statements, nicht jetzt, nicht hier auf dem Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens, wo 1989 der Studentenaufstand blutig niedergeschlagen wurde. Wie aus dem Nichts tauchen immer mehr Beamte auf, es wird hektisch, Zivilpolizisten beginnen, das Areal abzusperren und von Schaulustigen zu räumen.

Es ist ein turbulenter Beginn der großen China-Reise des Ministerpräsidenten. Mitten in Peking verhindert die Polizei mit Nachdruck das Interview von Seehofer. Im Nachgang weiß man nicht so recht warum. Vermutlich ein Missverständnis, ob die Drehgenehmigung der drei Kamerateams auch als Aufnahmelizenz für die Mikrofone gilt.

Polizei verlangt sofortiges Ende des Auftritts

Wohl auch allgemeine Nervosität nach einem Anschlag auf dem Platz mit fünf Toten 2013. Vor Ort jedenfalls ergeben sich lautstarke Debatten, die Polizei verlangt Pässe, zieht den eines Kameramanns vorübergehend sogar ein. Vertreter der Deutschen Botschaft, die Seehofer begleiten, versuchen eilig zu vermitteln. Ministerpräsident hin oder her – die Polizei verlangt ein sofortiges Ende des Auftritts. Nach wenigen Minuten rät Seehofer selbst zum Rückzug vom Gelände, ehe weitere Schritte der Staatsgewalt folgen. Im Gegenzug gibt die Polizei den Pass zurück.

Seehofer nimmt den Wirbel trotzdem gelassen. Zu den mitreisenden Journalisten scherzt er: „Da seht ihr, wie gut ihr es in München habt.“ Sein TV-Interview gibt er wenige hundert Meter weiter in einem abgeschirmten Innenhof. Seine Reise will er am Donnerstatg ohne Gram mit Polit-Gesprächen beim Wissenschaftsminister und einem führenden Außenpolitiker der Kommunistischen Partei fortsetzen, dann fliegt er in die Partnerprovinz Guandong. Höhepunkt der China-Tour wird ein Treffen mit Premierminister Li Keqiang am Montag.

So twitterte unser Kollege Christian Deutschländer:

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