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Die Mauer zu Mexiko ist eines seiner zentralen Wahlversprechen: US-Präsident Donald Trump.

3,6 Milliarden Dollar für 280 Kilometer

Pentagon gibt Milliarden für Trumps Mauer zu Mexiko frei - Demokraten entsetzt

Donald Trumps Mauer ist offenbar dringlicher als die Sanierung der Infrastruktur: Der US-Präsident erhält vom Pentagon mehrere Milliarden Dollar für den Bau des Grenzwalls zu Mexiko.

Washington - Das US-Verteidigungsministerium gab am Dienstag 3,6 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) für das Vorhaben Trumps frei. Damit soll ein Mauerabschnitt von 280 Kilometern Länge finanziert werden. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist allerdings deutlich länger: 3145 Kilometer. Die Gelder aus dem Haushalt des Verteidigungsministeriums werden aus Infrastrukturprojekten abgezogen. Die Opposition sprach von einem "Missbrauch" des Verteidigungsbudgets.

Verteidigungsminister Mike Esper habe die Umschichtung der Mittel aus dem Etat des Pentagon für 2019 genehmigt, sagte Ministeriumssprecher Jonathan Hoffmann am Dienstag. Die Gelder stammen demnach aus Haushaltsmitteln für 127 Neubau- und Renovierungsprojekte militärischer Einrichtungen der USA im In- und Ausland. Diese sollen nun verschoben werden.

Der Schritt war nach einer Entscheidung des Supreme Court von Ende Juli möglich geworden. Das Oberste Gericht der USA hatte damals die vorhergehende Entscheidung eines Bundesrichters aufgehoben, der Trump die Nutzung von Mitteln aus dem Pentagon für den Bau neuer Absperrungen an der Grenze zu Mexiko untersagt hatte.

Neue Absperrungen sollen errichtet werden

Nach Angaben des Beauftragten für innere Sicherheit im Pentagon, Kenneth Rapuano, sollen die Gelder zum einen für den Ausbau bereits bestehender Grenzanlagen verwendet werden. Zum anderen sollen damit neue Absperrungen errichtet werden. In Betracht kommen demnach die Gegenden in der Nähe von Yuma im Bundesstaat Arizona, El Centro und San Diego in Kalifornien sowie Laredo und El Paso in Texas.

Die Opposition reagierte empört auf die Entscheidung des Pentagon. Der Chef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, warf Trump vor, mit dem Mauerbau-Projekt sein "Ego zu stärken". Der Abzug von Mitteln aus Infrastrukturvorhaben sei ein "Schlag ins Gesicht" der US-Streitkräfte.

Trump fordert seit Jahren den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Er begründet dies mit dem "Kampf gegen illegale Einwanderung und Drogenschmuggel". Der US-Kongress hatte ihm die Milliarden dafür aber verwehrt. Trump rief deswegen im Februar den Notstand aus, um sich die Gelder aus bestehenden Etatposten zu besorgen.

Das Verteidigungsministerium gab in zwei Etappen 2,5 Milliarden Dollar für neue Absperrungen an der Grenze frei - unter anderem, um ein 125 Kilometer langes Teilstück der Grenzanlage in den Bundesstaaten Arizona und Texas zu ersetzen. Diese Gelder wurden im Mai durch die einstweilige Verfügung eines Bundesrichters blockiert.

Lesen Sie auch: Donald Trump twittert über den Hurrikan „Dorian“ und verbreitet dabei fröhlich Falschmeldungen. Einen Besuch in Polen sagte er ab - und ging dafür zum Golfen.

Zudem soll sich Der US-Präsident sich erkundigt haben, ob ein Hurrikan gestoppt werden könne, wenn eine Atombombe in das Auge des Sturms geworfen wird.

US-Präsident Donald Trump warnte den Bundesstaat Alabama vor Hurrikan „Dorian“ - Experten widersprachen ihm. Mit einer von Hand veränderten Karte sorgte Trump danach für Schlagzeilen.

Im Mauerstreit muss Donald Trump kurz nacheinander Niederlagen im Senat und im Repräsentantenhaus einstecken. Er hat aber das letzte Wort.

AFP

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