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Überraschende Kehrtwende

Jetzt „Mitgefühl“ per Dekret: Trump will umstrittene Familien-Trennungen beenden

Donald Trump macht eine überraschende Kehrtwende. Er will nun die hoch umstrittenen Familientrennungen an der Grenze zu Mexiko beenden. Die Begründung: „Mitgefühl“.

Washington - US-Präsident Donald Trump hat ein rasches Ende der Trennungen von Migrantenfamilien an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Er werde "in Kürze" eine entsprechende Exekutivanordnung unterzeichnen, sagte Trump am Mittwoch in Washington. Er präzisierte damit vorherige Angaben, wonach er zum Stopp der umstrittenen Praxis "etwas unterzeichnen" wolle.

"Wir haben Mitgefühl", sagte der Präsident zu den Familientrennungen, mit denen seine Regierung vor Monaten begonnen hatte. "Wir wollen Familien zusammenhalten", betonte er.

Trump vollzieht Kurswende

Angesichts der massiven Kritik auch aus konservativen Kreisen an der rigorosen Praxis vollzog der Präsident damit eine Kurswende. In den vergangenen Tagen hatte er noch argumentiert, seine Regierung sei durch die Gesetzeslage dazu verpflichtet, illegal ins Land kommenden Migranten ihre Kinder wegzunehmen, um diese in Heimen unterzubringen. Allerdings gibt es kein US-Gesetz, das eine solche Praxis vorschreibt.

Kurz vor Trumps Ankündigung zu der Exekutivanordnung hatte der Republikanerchef im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, angekündigt, dass die Kongresskammer am Donnerstag über einen Gesetzentwurf zum Stopp der Familientrennungen abstimmen werde. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums wurden allein seit Anfang Mai an der Grenze zu Mexiko mehr als 2300 Kinder von ihren Eltern getrennt.

Lesen Sie auch: Wegen umstrittener Familientrennungen - US-Heimatschutzministerin beim Abendessen beschimpft

AFP

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