Daniel Küblböck: Exklusiv! Oberstaatsanwalt nennt traurige Details zu Überwachungsvideo

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In zahlreichen Städten im ganzen Land gingen Demonstranten auf die Straße. Foto: Martin Mejia

Zusammenstöße mit der Polizei

Peruaner demonstrieren gegen Begnadigung von Fujimori

Der wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen zu 25 Jahren Haft verurteilte Fujimori war an Weihnachten überraschend begnadigt worden.

Lima (dpa) - Tausende Menschen haben in Peru gegen die überraschende Begnadigung des autoritären Ex-Präsidenten Alberto Fujimori protestiert. Unter dem Motto "Nie mehr Fujimori" zogen sie am Donnerstag zum Justizpalast in der Hauptstadt Lima.

Auch in zahlreichen anderen Städten im ganzen Land gingen Demonstranten auf die Straße. Vereinzelt kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Wegen Fujimoris Mitverantwortung für 25 Morde während seiner Amtszeit (1990 bis 2000) hätte der 79-Jährige eigentlich noch 15 weitere Jahre in Haft bleiben müssen. Präsident Pedro Pablo Kuczynski begründete die Begnadigung mit Fujimoris schlechtem Gesundheitszustand.

Kritiker wittern hingegen einen schmutzigen Deal zwischen Kuczynski und Fujimoris Sohn Kenji. Der soll als Gegenleistung für die Begnadigung seines Vaters dafür gesorgt haben, dass die Opposition nicht genug Stimmen für eine Amtsenthebung von Kuczynski im Kongress zusammenbekam.

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