Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CDU-Generalsekretär Peter Tauber kommen am 18.10.2017 in Berlin zu den Sondierungsgesprächen zwischen der Union und der FDP. Union, FDP und Grüne beginnen mit Sondierungen für eine Jamaika-Koalition.
+
Angela Merkel bedankt sich bei Peter Tauber für seine Arbeit.

Schwere Darmerkrankung

Ex-CDU-Generalsekretär Tauber kündigt drastischen Schritt an: „entschieden, konsequent zu sein“

  • vonDeutsche Presse-Agentur
    schließen
  • Dana Popp
    schließen

Der Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) zieht sich früher aus der Politik zurück als geplant. Bereits zu Ostern will er sein Amt niederlegen.

Update vom 16. März, 12.58 Uhr: Angela Merkel (CDU) hat ihr Bedauern über den Abschied des früheren CDU-Generalsekretärs und jetzigen Verteidigungs-Staatssekretärs Peter Tauber aus der Politik geäußert. Die ehemalige CDU-Vorsitzende bedankte sich bei dem 46-Jährigen für seine Arbeit und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mitteilte. Peter Tauber war in der Zeit als CDU-Generalsekretär die rechte Hand der Bundeskanzlerin. Taubers Aufgaben im Verteidigungsministerium übernimmt bis zur Bundestagswahl im September der andere Parlamentarische Staatssekretär, Thomas Silberhorn von der CSU.

Erstmeldung vom 16. März, 11.31 Uhr: Berlin - „Der Schritt fällt mir nicht leicht. Aber es heißt ja bekanntlich: ‚Was du tust, das tue bald.‘“, so der der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber auf Facebook. Am Montag gab er dort bekannt, dass er sein Amt als Parlamentarischer Staatssekretär niederlegen wird. Grund dafür sei eine schwere Darmerkrankung. „Zu Ostern werde ich mein Amt als Parlamentarischer Staatssekretär niederlegen. Das habe ich mit der Bundeskanzlerin und der Bundesministerin der Verteidigung besprochen.“ Sein Bundestagsmandat wird er ebenfalls zeitnah niederlegen, kündigt der 46-jährige CDU-Politiker an.

Peter Tauber: „Habe ich mich nun entschieden, konsequent zu sein und auf mich selbst zu hören“

Bereits drei Jahre lang leidet Tauber nach seinen Angaben an einer Divertikulitis. Es habe gedacht, er könne die Krankheit wegstecken, so Tauber. Wegen einer Blutvergiftung 2017 musste der CDU-Politiker bereits notoperiert werden. Kurz darauf zog er sich als Generalsekretär zurück und wurde damals durch Annegret Kramp-Karrenbauer ersetzt. Im Oktober letzten Jahres hatte er bereits angekündigt, sich bei der Bundestagswahl nicht wieder aufstellen zu lassen. „Ob ich überhaupt krank geworden wäre, wenn ich früher achtsamer mit mir - und auch mit anderen - umgegangen wäre? Womöglich nicht“, sagte er Ende 2020 zu Zeit Online. Bei Facebook gibt er nun bekannt, dass er zwei weitere Eingriffe benötige. Den ersten habe er bereits überstanden, aber der zweite werde ihn zu einer längeren Auszeit zwingen.

Peter Tauber hat in seiner Zeit als Generalsekretär von 2013 bis 2018 für viele Dinge gestanden, die in der CDU für innerparteilichen Widerstand gesorgt haben. Zum Beispiel hat er sich für ein Einwanderungsgesetz und die doppelte Staatsbürgerschaft stark gemacht. Heutzutage wird diese Ansicht von der CDU geteilt. Zudem war es ihm wichtig, die Partei „jünger, weiblicher und bunter“ zu machen. Er setzte sich stark dafür ein, die Union für Lesben und Schwulen zu öffnen und unterstützte auch die Ehe für alle, die es seit Oktober 2017 gibt.(Dana Popp)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare