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Ex-CDU-Generalsekretär Peter Tauber bei Markus Lanz.

TV-Talk im ZDF

Merkel-Vertrauter Tauber äußert bei Lanz Details zu seiner schweren Erkrankung

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Tauber spricht bei Markus Lanz nicht nur über seine inzwischen überstandene Krankheit, sondern auch das Leben als Spitzenpolitiker und wie sich manche Parteifreunde als Feinde entpuppten. 

Hamburg - Markus Lanz begrüßt gleich zu Beginn seiner Sendung den Ex-CDU-Generalsekretär Peter Tauber ganz besonders herzlich. Ein Mann, so Lanz, „über dessen bloße Anwesenheit wir uns tatsächlich aufrichtig freuen, weil es beunruhigende Dinge waren, die wir da zwischenzeitlich über ihn gelesen und gehört haben.“ Damit spielt der ZDF-Moderator auf die schwere Erkrankung Taubers an.

Später in der Sendung geht es dann eine ganze Weile ausschließlich um Tauber, sein Leben als Spitzenpolitiker und seine schwere Erkrankung. „Wie geil ist der Beruf des CDU-Generalsekretärs?“, fragt Lanz, weil Gast Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt seinen Job in der Sendung kurz zuvor als „geilsten Beruf der Welt“ bezeichnet hatte. 

Markus Lanz: „Dieser Job hat Sie fast umgebracht“

Obwohl er nicht das Wort „geil“ wählen würde, so Tauber, sei es doch eine große Ehre gewesen, dass er in der Position arbeiten durfte - „trotz aller auch schwierigen Phasen und Momente.“ Sofort hakt Lanz provokant nach: „Dieser Job hat Sie fast umgebracht.“ Diese Kausalität finde er schwierig, antwortet Tauber, obwohl er mutmaße, sein Körper habe ihm „nach vier Jahren ein Stop-Signal geschickt.“

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Er sei an einem Punkt gewesen, so Tauber „an dem es körperlich nicht mehr ging“. Es sei der Erfahrung der letzten Monate geschuldet, dass er sich vornehme, die Dinge auch mal ruhiger anzugehen. Markus Lanz äußert daraufhin seine persönliche Vermutung, der ruhige und intellektuelle Analytiker Tauber habe manchmal verbal brutal übers Ziel hinausgeschossen, um dem Klischee des Generalsekretärs gerecht zu werden. 

„Wer hier nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch“

So habe Tauber einmal auf einer Veranstaltung der Jungen Union gesagt, „wer hier nicht für Angela Merkel ist, der ist ein Arschloch und kann jetzt gehen.“ Und Lanz lässt nicht locker: auch auf die Twitter-Ausrutscher Taubers geht er ein. So habe er einen anderen User „Drecksnazi“ genannt, und mit einem Tweet über Mini-Jobs für bundesweites Aufsehen gesorgt.

„Falsch reagiert, nicht klug“, gesteht Tauber gelassen. Kritik an einem Politiker und seiner Person sei in solchen Momenten „voll berechtigt“. Er sei einmal einem rechtsextremen Troll auf den Leim gegangen und habe Leute in schwierigen Lebenssituationen beleidigt. Dann müsse man sich entschuldigen und damit umgehen. Lanz deutet immer wieder an, man sei auch sehr hart mit Peter Tauber umgesprungen.“

„Claudia Roth hat mir Blumen geschickt“

„Zu hart“ sei aber eine Kategorie, in der zu denken man sich als Politiker nicht erlauben sollte, so Tauber. Die Medien und der politische Gegner seien dazu da, Kritik zu üben. Die meisten Leute hätten schließlich den Wunsch, dass sich die Parteien voneinander unterscheiden. Eher schwierig sei es, wenn „das sozusagen von hinten kommt“. Er sei im Krankenhaus gelegen, Thomas de Maizière habe ihn besucht, Claudia Roth habe ihm Blumen geschickt, andere Kollegen hätten aber in der Zeitung gesagt, „wenn er krank ist, dann soll er doch bitte gehen“. Da denke man dann schon über die Formel „Freund, Feind, Parteifreund“ nach.

Die Runde bei Markus Lanz lauscht gebannt der bewegenden Krankheitsgeschichte von CDU-Mann Peter Tauber.

Im Anschluss geht es lange um Peter Taubers schwere Erkrankung, aufgrund der ihm 30 cm Darm entfernt wurden. Er habe großes Vertrauen in die Ärzte gehabt und sei mehrmals operiert worden. „Das war schon krass“ lautet das Fazit des genesenen Politikers. Er habe zeitweise drei Pfleger gebraucht, um sich von einem Bett ins nächste zu bewegen. Das sei eine „echte Lektion in Demut“ gewesen. Er habe auch „anders beten gelernt“, als er vorher gebetet habe, weil - wie vor allem Lanz während der Diskussion oft betont, es „schon knapp“ gewesen sei.   

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Laurenz Gehrke

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