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Peter (l.) und Walter Kohl in der TV-Sendung "Markus Lanz".

Schwere Vorwürfe bei "Lanz"

Kohl-Söhne rechnen mit Stiefmutter ab

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München - Die Söhne von Helmut Kohl erheben in einer TV-Sendung schwere Vorwürfe gegen ihre Stiefmutter. Sie sei mehr Fan als Ehefrau und schirme den Altkanzler von seiner Familie ab.

Hannelore, die Ehefrau von Altkanzler Helmut Kohl (82), nahm sich 2001 das Leben. Am 7. März wäre sie 80 Jahre alt geworden. Sohn Peter gibt in diesen Tagen eine Neuauflage des Buches über seine Mutter heraus - mit einem neuen, knapp 30 Seiten langen Vorwort, in dem er schwere Vorwürfe gegen seine Stiefmutter Maike Richter-Kohl erhebt.

Die neue Frau an Helmut Kohls Seite, 34 Jahre jünger als der Altkanzler, habe die Kohl-Familie damals auseinandergebracht. Richter arbeitete in den Neunziger Jahren im Kanzleramt - und kam, so deutet es das Buch an, bereits damals mit dem damaligen Regierungschef zusammen.

In der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" sprechen die beiden Kohl-Söhne Peter und Walter über das Buch, den Selbstmord ihrer unheilbar kranken Mutter und rechnen mit Maike Richter-Kohl ab. Sie werfen ihr vor, den Vater nach dessen schwerem Treppensturz 2008 komplett von seinen Söhnen und deren Familien abszuschirmen. Peter Kohl erzählt bei Lanz, das letzte Mal besucht habe er seinen Vater im Mai 2011. Dieser habe sich über die Anwesenheit seines Sohnes und seiner Enkeltochter sehr gefreut, dann aber sehr auf einen baldigen Abschied gedrängt mit den Worten: "Sonst gibt es wieder riesigen Ärger."Mit Entsetzen habe er zudem festgestellt, dass Richter die Kleider und den Schmuck Hannelores bei öffentlichen Anlässen aufgetragen habe.

Das war die Ära Helmut Kohl

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Die Wohnung Richters, die er beim ersten Aufeinandertreffen kurz zu Gesicht bekommen habe, sei vollgestopft gewesen mit "Helmut-Kohl-Fanartikeln, Memorabilia, als ob jemand zehn jahre lang Sachen von Helmut Kohl gesammelt und sein Leben darauf ausgerichtet hat, diesen Mann zu bejubeln, anzuhimmeln." Der Anblick der Wohnung habe bei ihm ein "sehr mulmiges Gefühl'" ausgelöst.

Dabei hätten sich die Söhne, so Walter, eigentlich gefreut, dass der Vater eine neue Frau gefunden habe. Doch Peter, so sagt er bei Lanz, ist sich nicht sicher, "ob das eine Beziehung im klassischen Sinne ist". Gespräche könnten mit Maike Richter nicht geführt werden, denn "jeder Dialog mit ihr sei "immer nur eine Lobhudelei über meinen Vater, also wie eine Propaganda-Abteilung".

Warum die beiden Söhne ihre angespannte private und intime Familiensituation nun vor einem Millionenpublikum ausbreiten, erklären die Brüder damit, reinen Tisch machen und das Ansehen ihrer Mutter stärken zu wollen. Ob ihnen das gelungen ist?

dh

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