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Frauke Petry am Dienstag während der Landtags-Pressekonferenz in Dresden. Foto: Monika Skolimowska

Alternative für Deutschland

Petry kündigt Austritt aus der AfD an

Erst am Sonntag hatte die AfD mit ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl ein Beben in der deutschen Parteinlandschaft ausgelöst. Zwei Tage später macht Parteichefin Petry nun eine überraschende Ankündigung.

Dresden (dpa) - Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry wird aus ihrer Partei austreten. "Klar ist, dass dieser Schritt erfolgen wird", sagte sie in Dresden, allerdings ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen.

Zuvor hatte Petry bereits angekündigt, dass sie ihr Amt als Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag aufgeben werde. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer Uwe Wurlitzer und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kirsten Muster würden ihre Ämter in der Fraktion "mit Ablauf des heutigen Tages" aufgeben, sagte Petry.

Die 42-Jährige hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag ein Direktmandat gewonnen. Am Montag erklärte sie, dass sie der neuen AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören wolle. Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen legte ihr daraufhin den Austritt aus der Partei nahe.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erreicht und zieht nun erstmals ins Parlament ein. Im Fall Petry sieht der Politikwissenschaftler Herfried Münkler erste Anzeichen von Zerfallserscheinungen. "Die AfD wird es aufgrund ihrer Zerrissenheit nicht schaffen, sich auf Dauer als politische Kraft rechts von der Union zu etablieren", sagte er der Oldenburger "Nordwest-Zeitung".

Für die aus dem EU-Parlament in den Bundestag wechselnde AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch soll nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" der Bundesvorstand Dirk Driesang nachrücken.

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