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Ein Weißbier auf fast 3000 Metern Höhe: Petry und Strache beim"Gipfeltreffen" von AfD und FPÖ

AfD-Chefin und FPÖ-Chef bei PR-Treffen

Petry und Strache auf der Zugspitze - Ärger unten im Tal

Garmisch-Partenkirchen - Auf der Zugspitze gab es am Freitag den Schulterschluss zwischen Frauke Petry und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Doch in der AfD rumort es wegen solcher Alleingänge der AfD-Chefin.

Deutschlands höchster Berg musste schon häufig für PR-Aktionen herhalten. Dort spielte bereits Songwriter Ed Sheeran für die Deutsche Telekom, Jogi Löw präsentierte oben seine Nationalmannschaft und jetzt schnupperten zwei Rechtspolitiker Höhenluft: Österreichs FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und AfD-Chefin Frauke Petry posierten am Freitag vor dem Gipfelkreuz, zischten Weißbier und plauderten mit Journalisten.

Posieren auf Deutschlands höchstem Berg: Frauke Petry (r) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf der Zugspitze.

Die Sonne lachte auf der Zugspitze, zig Journalisten kamen - trotzdem sorgt die PR-Aktion vor Bilderbuchkulisse für Ärger. Wenige Stunden vor ihrem Treffen mit dem FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache in luftiger Höhe kursierte nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung in der Parteiführung ein Schreiben, in dem Petry wegen angeblicher Alleingänge kritisiert wird. In dem Papier der Vorstandsmitglieder Georg Pazderski und Alice Weidel heißt es demnach, mit dem Vorstand nicht abgestimmte „Einzelaktionen, die Eigenprofilierung Einzelner zu Lasten des Bundesvorstandes und mangelnde Koordination und Information müssen unterbunden und abgestellt werden“.

Oben auf Deutschlands höchstem Berg gab es am Freitag derweil Ankündigungen: Beide Parteien wollten die „EU-kritische“ Bewegung in Europa vorantreiben und deren Kräfte im EU-Parlament und in Brüssel bündeln, hieß es von Petry und Strache. „Wir wollen gemeinsam zu neuen politischen Höhen voranschreiten.“

Gemeinsame Arbeitsgruppen angekündigt

Der FPÖ-Chef will zudem Petry unter die Arme greifen und helfen, dass „auch in Deutschland eine Freiheitspartei an Stärke zulegt“. Beide Parteien richten nun Arbeitsgruppen ein, die erste davon zum Thema Euro und Währung.

Petry kündigte an, die AfD werde in Deutschland auf Transparenz bei Wahlen achten. Vom „Beginn der Wahlhandlung bis zum Ende“ sei eine „komplette demokratische Kontrolle“ auszuüben. „Wir haben in Deutschland Fälle von hunderttausenden verschwundenen Briefwahlunterlagen bei vergangenen Wahlen“, sagte Petry. Als Beispiel nannte die AfD-Chefin unter anderem Hamburg, wo es bei der Bundestagswahl 2013 Pannen gegeben habe.

AfD und FPÖ auf der Zugspitze: die Bilder

mm/dpa

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